das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - January 2004

Item Nº 1263

Wenn ich mal groß bin

»when i grow up there will be a day
when everybody has to do what i say«
(Clawfinger: Do what I say)

Wenn ich groß, reich und berühmt geworden bin, dann bastel ich mir so eine Seite!

Item Nº 1262

G5 ausschlachten

Das ist wirklich "krass", wie man heute so sagt: Ein "0v3rcl0ck3r" bekommt zu Weihnachten einen Apple G5 geschenkt, schlachtet ihn aus und baut einen Athlon ein (man muß beim Aufruf dieser Seite ein wenig Geduld haben). Denn er hätte lieber einen Dell bekommen, und als Krönung dekoriert er ihn noch mit grünen "Case-Modder-Weihnachts-Lichterketten." Aus Schaden klug geworden, tendiere ich einmal zu der Ansicht dass diese Geschichte eine gezielte Provokation eines begnadeten Satirikers ist.

Gefunden habe ich diese Perle bei den MacGuardians. Ebenso interessant wie die Story selbst sind die mittlerweile 206(!) Kommentare, die jeden Freitags-Thread bei Heise locker in den Schatten stellen ...

Item Nº 1260

Aufreger des Tages: Toll Collect

Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Im August 2003 sollte Toll Collect das Autobahn-Maut-System starten, nun möchten sie gerne im Januar 2005 einen Pilotbetrieb und im Januar 2006 den Echt-Betrieb starten (vgl. taz). Und auf ihrer Homepage verkünden die Projektmanagement-Götter von Toll Collect daraufhin stolz: »Einführung der Lkw-Maut in Deutschland: Arbeiten laufen mit Hochdruck.« Fakt ist doch dass Toll Collect sich den Millionen-Auftrag mit falschen Versprechungen an Land gezogen hat. Man sollte Toll Collect und Verkehrsminister Stolpe umgehend in die Wüste schicken! Zeit für eine Kabinettsbereinigung, Gerhard ...

Was mich daran besonders ärgert: An Toll Collect beteiligt sind genau die Sorte von Firmen, die umgehend das große Herumhärmen beginnen wenn sie Aufträge an "Kleine" vergeben, die Preise bis zum geht nicht mehr drücken und es dabei Verzögerungen von Tagen gibt. Alles selbst erlebt.

Item Nº 1259

Fluch des RSS-Readers, oder: Pricekut revisited - Reingefallen!

Der Fluch des RSS-Readers: Beim gestrigen Eintrag "Wahre Liebe im Warenkorb?" bin ich, wie auch diverse amerikanische Blogger, auf eine Satire reingefallen. Denn Denounce ist (Zitat von ihrer Site) »recognized around the world as the best source for completely fictional news and information.« Das Problem ist halt, dass die Realität der Satire mitunter so nahe kommt dass man die Satire für Realität hält. Pardon für die Fehlinformation.

Das zeigt aber auch das Problem mit dem RSS-Reader: Der Text wird seiner Umgebung, der Website auf der er veröffentlicht wurde, entrissen, und erscheint einfach so auf dem Schirm. Und damit fehlt ein wichtiges Element zur Einschätzung der Information, nämlich eben jene Umgebung. Im RSS-Reader erscheint er sogar in einer seriöseren Umgebung, zwischen Tagesschau und BBC, sozusagen, und der mit maschineller Hilfe rationell Informationen verarbeitende Mensch vor dem Schirm verliert manchmal das Gefühl für den "Wert" dieses Textes. Wieder was gelernt! ;-)

Item Nº 1258

Neues vom Mars

Foto der Marssonde Opportunity

Ein weiteres Mars-Dokument: Das erste Farbfoto der NASA-Marssonde "Opportunity", aus dem Krater "Meridiani Planum". Gefunden im WDR-Weblog "Landung auf dem Mars", das übrigens mit Permalinks, Kommentarmöglichkeit und RSS-Feed mit vollen Artikeln(!) ein "richtiges" Weblog ist, traut man einer öffentlich-rechtlichen Anstalt eigentlich gar nicht zu!

Item Nº 1257

The Strokes - Room On Fire

Wenn Pepino seine Lieblings-CD vorstellt mache ich das glatt auch mal, da sie sowieso täglich läuft:

Bild: Cover von The Strokes - Room On Fire

Das zweite Album der Strokes, "Room On Fire", wurde allgemein mit Bangen erwartet, denn nach dem Hammer-Debut "Is This It" fragte man sich ob die Jungs aus New York noch einen drauflegen können - sie können. Besonders die ersten vier Stücke, und davon wiederum das erste, "What ever happened?", beschreiten den Weg zum "perfekten Rock-Song", wie in irgendeiner Plattenkritik zu lesen war, ein gutes Stück. Ins Ohr schleichende Melodien, mal singende und mal scheppernde Gitarren, und dazu des Sängers Julian Casablancas` rotziges Genöhle - einfach klasse! Wer Affinität zu Musik mit Gitarren hat (und welcher Mensch mit Geschmack hat das nicht?), muß in diese Scheibe einfach mal reinhören ...

So, erst Pepino, nun ich, wer stellt als nächstes seine derzeitige Lieblings-CD vor, damit die Leserschaft Anregungen zum Downl..., äh, ich meine, CD-Kauf bekommt? ;-)

Item Nº 1256

Wahre Liebe im Warenkorb?

[Nachtrag: Bitte auch diesen Artikel dazu lesen!]

Der Begriff "Social Networks" ist ein heißer Kandidat für das nächste Buzzword-Bingo, wie Pilze schießen die passenden Dienste im Moment aus den Festplatten unschuldiger Webserver. Nächster Aspirant: Bücherversender Amazon. Wie Denounce Newswire berichtet eröffnet Amazon demnächst ein "Social Network" namens Pricekut, mitmachen darf nur wer etwas kauft. Die Mitglieder sollen sich gegenseitig ihre Warenkörbe öffnen und kommentieren, und natürlich soll es das übliche "Freunde von Dir die `Der Mann im Hemd` erwarben kauften auch `XML for Dummies` und `Die 100 besten Sexspiele`" geben. Die wahre Liebe findet man halt nur im Warenkorb ...

(Via dive into mark)

Item Nº 1255

Ende des Managements

Josh macht auf einen Artikel in Telepolis aufmerksam: »Ende des Managements«, von Artur P. Schmidt. Schmidt vertritt die These dass man die Tätigkeiten, die sich die Manager als solches selbst als "Fähigkeit" zu Gute halten, genauso gut von Maschinen ausführen lassen kann. Und er rechnet auch sonst mit den hochbezahlten "Nieten in Nadelstreifen" ab:

»Abfindungen in Höhe von fast 60 Millionen Euro sind verwerflich, da dieses Kapital dem Unternehmen entzogen wird und somit die Eigenkapitalquote sinkt. Statt auf Innovationen als Wachstumsmotor zu setzen, fallen einfallslosen Managern meist nur Bilanzmanipulationen und Übernahmen ein, um sich ihre Positionen im Top-Management-Karussel zu sichern.
Zwar sind die Gehälter europäischer Manager im Vergleich zu den USA deutlich geringer, aber dies kann nicht der Maßstab sein, um die moralische Verwerflichkeit ausufernder Abfindungen zu legitimieren. Auch mag man die Zuständigkeit des Gerichtes kritisieren. Da es jedoch in der Wirtschaft durch das Versagen der Aufsichtsräte keine Instanz gibt, die Exzesse von Managern kontrolliert, kann es gar keinen anderen Weg geben, als ein bundesdeutsches Gericht zu bemühen, um Aufsichtsräte zur Räson zu rufen.«

In meinen Augen sind die Machtmenschen aus dem Managerkarussell längst das Hauptproblem der deutschen Wirtschaft geworden, eine Wirtschafts-"Elite" die den eigenen Vorteil und den "Shareholder-Value" zum Maß aller ökonomischen und sozialen Vorgänge macht, delegitimiert sich schleichend selbst und bringt die längst abgelegt geglaubte Systemfrage langsam aber sicher wieder auf den Tisch ...

Item Nº 1254

Fußball pervers

Bild: Runder Ball! Gerade sitze ich so dumm herum und schaue mir im DSF das Geisterspiel Aachen gegen Nürnberg an. Nur die Pappnasen vom DFB können auf die Idee kommen ein Fußballspiel ohne Zuschauer zu veranstalten, genauso gut könnte man verfügen zur Strafe ohne Ball spielen zu müssen. Die Akteure können sich ihre eingeschliffenen Gewohnheiten aber nicht abgewöhnen, zum Auftakt liefen die Spieler auf den Platz, stellten sich wie immer an die Mittellinie und winkten den nicht vorhandenen Zuschauern zu. Schon ein bißchen balla balla ...

Aber, etwas Gutes ist damit auch zu vermelden: Die Winterpause ist vorbei, ab sofort wird wieder um Punkte gekickt!

Mein Freund ist aus Leder.

Item Nº 1253

Warten auffen Zuch

Bild: Bahnhof Rheydt-Odenkirchen

Das näherungsweise wöchentliche Bahnbild zum Wochenende führt uns heute in das Land der verrottenden Bahnhöfe, das Areal zwischen Köln und Mönchengladbach. Auf der Strecke hat die Bahn eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 38 km/h, von der Natur schon halb zugewucherte, zerfallene Bahnhöfe, auf denen ein Fahrkartenautomat und eine Laterne schon die gesamte Infrastruktur der Moderne sind, säumen die Strecke. Das Bild zeigt eine auf dem Bahnhof Rheydt-Odenkirchen völlig unmotiviert auf dem Bahnsteig herumstehende Bank an den von der Natur bedrängten Gleisen. Abseits der glitzernden ICE-Bahnhöfe der Metropolen kümmert sich die Bahn nicht mehr übermäßig um die Anlagen. Aber dafür werden auch dort regelmäßig die Preise erhöht!

Und mit diesen Blick in das Fotoalbum des bahnreisenden Netzbuch-Chronisten wünsche ich Euch allen da draußen noch ein unverhärmtes Wochenende!

Item Nº 1252

Wasser auf dem Mars

ESA-Bild eines ehemaligen Flußlaufs auf dem Mars

Ein Foto der ESA, eine Schlucht auf dem Mars, einst durch fließendes Wasser verursacht. Wissenschaftler der ESA wollen erstmals Wasser auf dem Mars nachgewiesen haben, die Rundschau berichtet über die aktuellen Forschungsergebnisse.
Morgen früh, kurz nach sechs Uhr Morgens unserer Zeit, landet das nächste Roboter-Fahrzeug der NASA auf dem Mars, auf der NASA-Website kann man diese Entwicklungen verfolgen. Dort ist auch zu lesen dass der schweigsame erste Roboter "Spirit" sich immerhin noch dazu bewegen lässt ab und an ein paar Datenpakete zu übertragen!

Item Nº 1251

Happy Birthday Macintosh

Bild: Anzeige für den ersten Macintosh 1984

Heute feiert der Macintosh seinen 20. Geburtstag, zu diesem Tag einen "Apfel-Linkhub", natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Item Nº 1250

Wintermorgen

Bild: Wintermorgen 1

Wenn über dem Wiesbadener Industriegebiet die Sonne aufgeht, wird es höchste Zeit es ihr nach zu machen!

Bild: Wintermorgen 2

Denn die Schornsteine müssen ja rauchen, damit es in der Republik der knappen Kassen aufwärts geht!

Bild: Wintermorgen 3

Wenigstens gibt es jetzt sogar im Rhein-Main-Gebiet einmal einen Hauch von Winter, kalt, weiß und klar, so muß Winter sein!

Solche schönen Morgen wird es auf dem Mars garantiert nicht geben, darum bleiben wir lieber hier! ;-)

Item Nº 1249

Kundenkarten

Die Computerwoche hat einen interessanten Beitrag über die beliebten Kundenkarten: »Verbraucherschützer rügen Kundenkarten«. Ich habe übrigens keine Kundenkarte. Aber die Bahncard in Verbindung mit EC-Karte und Mobiltelefon reicht ja schon, um mich "gläsern" zu machen.

"Alles Panikmache", sagen die Anbieter und kartentragenden Hardcore-Centgrapscher unisono. Letztere fühlen sich nicht verfolgt. Aber: Wenn Du nicht paranoid bist, heisst das noch lange nicht dass sie nicht hinter Dir her sind ...

(Via A20)

Item Nº 1248

Kurz notiert

Item Nº 1247

Die tägliche standardkonforme Website ...

... stellt The Daily Standard vor. Ein paar sind schon zusammen gekommen, die mehr oder weniger gelungen demonstrieren dass Anno Domini MMIV es nicht mehr angemessen ist, Websites als Tabellenwüste zu erstellen.

(Via ich weiß nicht mehr, sorry)

Item Nº 1246

Weg mit der GUI! Konsole rules!

"Echte Männer" benutzen Linux. Das ist mal Fakt (`tschuldigung, liebe Leserinnen, Ihr wisst ja, im heutigen medialen Umfeld, in dem sich auch der Blogger als solches bewegt, muß auch ein trockener Blogeintrag über Linux-Konsolen-Anwendungen einen Aufhänger, ne, ich meine, wie sagen die Glattgekämmten, `nen "Eyecatcher" haben). Die richtig harten Burschen und Mädels benötigen die grafische Oberfläche aber nur um mehrere Terminal-Fenster gleichzeitig laufen zu haben. Konsequenz: »Throw That GUI Out the Door: Console Applications That Shine«

»The applications available for the console are at a level of quality that should satisfy a large array of *nix users whether your goal is to add some new applications to your arsenal or to use the console exclusively. My favorite advantage gained by using console applications is the ability to run a ssh daemon and access these applications from anywhere with a basic ssh client.«

Der Artikel stellt einige nützliche Programme für die Konsole vor. Eine der "Konsole-Killer-Applikationen" hat Autor Scott aber vergessen: Den Mailclient mutt. Da ich tagsüber hinter einem recht dichten Firewall sitze komme ich lediglich per ssh-Kette nach "draußen" und lese meine Mails auf der Konsole direkt auf dem Rechner meines Providers Hostsharing. Man täuscht sich, mutt als Konsolenprogramm steckt in Sachen Übersicht und Geschwindigkeit jeden grafischen Mailclient locker in die Tasche, selbst IMAP-Folder mit einigen tausend Mails sind mit mutt spielend zu beherrschen. Die Konfiguration ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, ist diese Hürde aber genommen kann man damit hervorragend arbeiten. Als Linux-User(in) sollte man mutt einmal ausprobieren!

Item Nº 1245

Meta? Blog!

Andere machen Meta-Blogs, ich blogge Meta. Meta americana, genauer gesagt. Wofür so ein Bio-Leistungskurs noch Jahre später gut sein kann!

Item Nº 1244

Adobe sagt es uns!

Und zwar wie wir zu schreiben haben:

»The Photoshop trademark must never be used as a common verb or as a noun. The Photoshop trademark should always be capitalized and should never be used in possessive form, or as a slang term. It should be used as an adjective to describe the product, and should never be used in abbreviated form. The following examples illustrate these rules:
Trademarks are not verbs.
CORRECT: The image was enhanced using Adobe® Photoshop® software.
INCORRECT: The image was photoshopped.
 
Trademarks are not nouns.
CORRECT: The image pokes fun at the Senator.
INCORRECT: The photoshop pokes fun at the Senator.
 
Always capitalize and use trademarks in their correct form.
CORRECT: The image was enhanced with Adobe® Photoshop® Elements software.
INCORRECT: The image was photoshopped.«

Okay, dann werden wir nun erst einmal `ne Runde photoshoppen, hehe.

(Via Mosaikum)

Item Nº 1243

Europas erstes "Close-Up"-Mars-Foto ...

Mars-Express Bild

... ist ein stereoskopisches Bild der Mars-Oberfläche. Der "Blick von oben" ist ein Foto, der "Blick von der Seite" eine aus den Daten des ersten Bildes vom Computer generierte Ansicht. Diese und noch viel mehr tolle Sachen gibt es auf der Mars-Express Seite der ESA zu sehen (via Hugo).

Und noch etwas tolles in Sachen Mars: Anneke hat einen exklusiven Film von der ersten Mars-Landung (mit Widmung, ich bin verzückt!).

Item Nº 1242

Redesigned: The CSS Vault

Paul Scrivens hat dem CSS Vault, »A collection of CSS resources and CSS sites that help to inspire and teach every designer«, ein neues schmuckes Kleid verpasst. Eine Fundgrube der Inspiration und Abschreckung für die/den Kundige(n) der Web-Design-Kunst. ;-)

(Via hicksdesign)

Item Nº 1241

Starsky und Hutch

Woran merkt man, dass man langsam alt wird? Wenn von Serien, die man in jungen Jahren im Fernsehen gesehen hat, Remakes mit jungen Schauspielern gedreht werden! Neuestes Beispiel: Starsky and Hutch(Quicktime-Video, über 20 MB). Besonders Ben Stiller als Starsky kommt dem Original wirklich verblüffend nahe! (Via Airbag)

Item Nº 1240

Winter im Windkanal

Bahnhof Wiesbaden Ende Dezember 2003

Beinahe hätte ich das beinahe wöchentliche Bahnbild vergessen! Schließlich ist es doch Wochenende, und in Anbetracht des noch stets nervtötenden Wind-und-Regen-Wetters gibt es heute eine optische Reminiszens an die Zeit um Weihnachten 2003 herum, als sich der Winter tatsächlich ein wenig nach Winter anfühlte, und nicht nach Dichtigkeitsüberprüfung im Windkanal ...

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende Euch allen da draußen!

Item Nº 1239

BlogStats

Ein neues Spielzeug aus der Hexenküche der orangen "Blog-Weltherrschafts-Gang": BlogStats. Dort findet man die "Charts" der blogg.de-Blogger, also was von den dort bloggenden Damen und Herren am liebsten angeklickt wurde. Wurde ja auch Zeit dass mal statistischer Blog-Spielkram für die deutsche Blogosphere "gelaunched" wird!

(Via Noch`n Blog)

Item Nº 1238

BSD für Linuxer

Weit angelegte Betrachtungen über Betriebssysteme im Kontext anderer Betriebssysteme scheinen in Mode zu kommen. Nach Amit Singhs »What is Mac OS X?« (im Netzbuch am 8.1.04 gewürdigt) folgt nun: »BSD vs. Linux« (via Linux Today). Vom Autor Matt Fuller selbst als "Rant" (dt. etwa: Phrasengedresche, Wortschwall) klassifiziert, ist Matts Text ähnlich wie Amits Ausführungen aufgebaut, also Einleitung, technische Exkursionen, philosophische Fragmente und persönliches Fazit.
Matts Fazit:

» Why should you run BSD?
Well, I don`t know. Does what you have now meet your needs? Then you probably don`t have an urgent need to change anything.
There`re plenty of essays and rants on there about why X works better than Y, for any values of X and Y. I don`t want to write another one. If and when you do get time or inclination or resources to try BSD, I want this essay to help you understand why some of those differences are there, and what the result of those differences is.«

Item Nº 1237

Was so alles passiert ...

... in diesen Zeiten, wenn man auf die dumme Idee kommt sich aus dunklen Quellen ein Liedchen "downzuloaden", zeigt ein wahrlich dramatischer Kurzfilm: »Fear to Fear« (Quicktime, schlappe 23 MB, via esse est percipi).

Item Nº 1236

Netzbuch RSS-Feed

Der RSS-Feed des Netzbuchs ist modernisiert worden, es gibt nun:

Das bedeutet, wer den alten Feed abonniert hatte braucht nichts zu tun. Diejenigen, die den RSS 2.0-Feed unter der Adresse netzbuch20.xml abonniert haben auch nicht, index.xml ist nur ein Symlink auf netzbuch20.xml. Das waren ja schon einige, wie ein Blick in die Zugriffsstatistik zeigt. ;-)

Sollte es Probleme geben, einfach aufschreien!
Und als nächstes muß dann ein Atom-Feed her! ;-)

Item Nº 1235

Blitzmeldung!

Übrigens, brandheiß, habt Ihr sicher noch nicht mitbekommen: Wusstet Ihr schon dass die Zeit jetzt ein "richtiges" Weblog hat? (via "sucht Euch irgendein Weblog aus" ;-))

Item Nº 1234

Pinguineskes

KDE-Nachrichten: KDE 3.1.5 ist veröffentlich worden. Und schon nächsten Monat soll ein neues "größeres" Release, KDE 3.2, erscheinen. Da kann also der Gentoo-Linux-Rechner demnächst wieder kompilierender Weise eine Nachtschicht einlegen!

Und Dana Blankenhorn schlägt auf Corante vor: IBM soll einen Homeserver mit Linux anbieten (via Martin). So etwas baut man sich aber selbst!

Item Nº 1233

Von Stürmen, Kakerlaken und Besuchsgebühren

Man redet ja nicht über das Wetter, aber ich muß hier trotzdem mal los werden dass mir dieses ewige Regen-und-Wind-Wetter langsam granatenmäßig auf die Nerven geht!

Aber dieses unser Land hat in Wirklichkeit ganz andere Sorgen. Da wären zum Beispiel einige bemitleidenswerte Promis der B-Liga, die von RTL nach Australien gekarrt und im Dschungel ein wenig getriezt werden. Andreas hat eine kleine Presseschau zu diesem bewegenden Thema zusammen gestellt. Es ist geradezu krank. Die Medienwächter machen sich Gedanken über die Menschenwürde, und die Tierschützer melden Bedenken an wg. der armen Kakerlaken und Emus. Realsatire pur. Tierschützer sind sowieso eine ganz eigene Kategorie, aber die dissen wir ein anderes Mal...
Unter dem Titel "Kakerlakenbad des Fun" meldet sich Harry Nutt im Feuilleton der FR zum Thema:

»Die Dschungel-Show, so ein vorläufiges Fazit, schickt Menschen in Extremsituationen, die irgendwann in ihrem Leben schon einmal glauben durften, es zu etwas gebracht zu haben. In der Stunde des Elends des Privatfernsehens, das alles bis zur Erschöpfung bereits durchgearbeitet zu haben schien, wird ein Personal vorgeführt, das vor der Kamera der Erfahrung sozialer Entwertung ausgesetzt ist. Die Show formuliert eine Erfahrung, die zuletzt den Plot der gesellschaftlichen Erzählung bestimmte. In einer Zeit, in der man beim Arzt die Scheine auf den Tisch legen muss, werden auf bisher nicht gekannte Weise die Modi des Privaten neu verhandelt. Vielleicht schaut man deswegen noch einmal oder schon wieder hin.«

"Scheine auf den Tisch legen" bringt uns zu einem anderen beliebten Thema, der "Arzt-Eintrittsgebühr." Jeden Tag meldet sich ein(e) HinterbänklerIn zu Wort und fordert Befreiung für Kreti und Pleti. Soziale Strukturen brechen schleichend zusammen, die Macht globaler Unternehmen unterhöhlt die Demokratie, und der Volkszorn entzündet sich an maximal 40 Euro im Jahr, das macht 3,33 Euro im Monat. Kleingeistiger geht es kaum noch. Offensichtlich ist politischer Diskurs nur noch an handlichen Symbolen aufzuhängen, 10 Euro auf den Tisch legen ist ein übersichtlicher Vorgang und in seiner gesamten Komplexität auch vom Einfältigsten überschaubar. Hätte man die Beiträge um 0,1% erhöht statt eine Praxisgebühr einzuführen, hätte es ein dezentes Murren gegeben, aber weiter wäre nichts passiert. Denn das wäre ja nicht so schön symbolisch.

Und das alles während im Main ein gieriger Wels an einem Karpfen erstickt! Noch Fragen? ;-)

Item Nº 1232

Apfeliges

Noch hat niemand die neue iLife-Applikation GarageBand auf dem Rechner, da gibt es schon die erste passende Website: GarageBandUsers.com (via MacMerc).

Bei Apple gibt es ein Video von der letzten Steve-Show mit der glamorösen Vorstellung der neuen iLife-Programme.

Und dann gibt es noch BurnX Free, ein Freeware-Brennprogramm für Mac OS X (via MacTechNews).

Item Nº 1227

Karte vom Universum

Zwei Astronomen aus Princetown, USA, haben eine Karte vom Universum angefertigt. Nun ja, irgendwie habe ich mir das immer etwas anders vorgestellt ...

In der New York Times gibt es ein Essay dazu.

(Via Slashdot)

Item Nº 1226

So geht`s!

So macht man heute einen Agentur-Artikel: Ein als intellektuell eingestufter Sangeskünstler schreibt ein Buch über Powerpoint, ein Agenturschreiberling schreibt darüber, klaubt ein paar passende Zitate aus dem Netz zusammen, et voilà, fertig ist der Intellektuellen-Streit über Powerpoint.

Item Nº 1225

Noch 18 Tage ...

Bild: Runder Ball! ... bis zum Rückrundenstart der Bundesliga! Neben diversen Meldungen über die Verschuldung der Bundesligisten (besonders Borussia Dortmund sagt man nach dass sie ein paar Euro gebrauchen könnten) gibt es im kicker die traditionelle Umfrage unter den Bundesliga-Profis (Teil 1, Teil 2). Dabei stellte sich heraus dass 8,8 % der Profis keine Ahnung vom Fußball haben, denn sie sind der Ansicht Borussia Mönchengladbach würde absteigen. Tse, die haben den Beruf verfehlt. ;-)
Titelfavorit der Herren Berufskicker ist Werder Bremen (35,9 %) vor den Bayern (31,2 %). Aber, der Ball ist rund, der Grundreiz des Spiels mit dem Lederball ist schließlich die prinzipielle Offenheit des Ergebnis, damit ist der Fußball ein Synonym für das Leben selbst, denn was anderes ist das Leben als der Versuch hinten keinen zu kassieren und vorne ein Tor zu machen?

Wird Zeit dass der Ball wieder rollt!

Mein Freund ist aus Leder

Item Nº 1224

Prêt-à-Porter, digital

Adam Polselli sagt die Modefarben der Web-Saison 2004 voraus:

»This past year has whipped through such trends as the dark, and oftentimes depressing, gothic look, the sleek and vibrant “mod” look, and even some throwbacks to the earth-toned ’70s and the fluorescent ’80s. After an acid-trip like that, designers are very likely going to be searching for repose in more laid-back design trends. This leads me to my color forecast for 2004: calming neutrals, peaceful blues and greens, stable dark shades, and a few vibrant hues to add life.«

Wirklich sehr schöne Farbpaletten, kann sich jeder Web-Schaffende zur Inspiration anschauen.

Item Nº 1223

Vergessen

Aus aktuellem Anlass (mein Schlüsselbund liegt gerade auf einem Tisch etwa 200 Kilometer südlich ;-)):

»Vermutlich kann eine Theorie des Vergessens überhaupt nur von Simulanten erzeugt werden. Denn schon die Bewältigung des Alltags erfordert eine große Menge an Gedächtnisleistungen; sind doch die Dinge, die man vergessen kann, schrecklich zahlreich: Vielleicht läßt man das Licht im Hause brennen. Oder auch den Herd. Oder man kann nicht mehr in das Haus hinein, weil man den Schlüssel vergessen hat. Dem, der chronisch vergißt, geht so das Heim verloren. Ohne ein geordnetes Innenleben ist er grausamer Äußerlichkeit ausgesetzt, sobald seine Erinnerung ihn verlassen hat.«

Cai Mosich: Vergessen

Item Nº 1222

iPod schlechtester MP3-Player

Das Zentralorgan aller DAUs, Virenhamsterer und Raubkopie-Installierer, die Computer-Bild, hat einen Vergleichstest festplattengetriebener MP3-Player durchgeführt (leider nicht online verfügbar), und der iPod ist letzter. Das berichten die MacGuardians im gewohnt launigen Tonfall.

Moniert wurden die Abwesenheit einer Anleitung, die lausige Klangqualität der mitgelieferten Ohrhörer sowie die Tatsache, dass man den iPod nicht einfach so dranhängen und mit dem Explorer in der Festplattenstruktur rummachen kann. Letzteres ist bei der Computer-Bild-Klientel wohl ein Muß, denn sie fuhrwerken bekanntlich gerne im Explorer herum und machen alles kaputt. ;-)

Nachvollziehen kann ich nur die Kritik am Ohrhörer, der ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Anleitung braucht man keine (es steht alles auf dem Display), und das Zusammenspiel mit iTunes macht den iPod ja gerade zum König der Player. Abgesehen davon kann man (zumindest unter Mac OS X) die Dateistruktur sichtbar machen und navigieren. Aber, wie gesagt, es gibt keinen Grund das zu tun.

Item Nº 1221

Interessant? SCO und IBM. Ein Testposting

»Vielleicht hat man bei SCO erwartet von IBM aufgekauft zu werden. Weit gefehlt. Und nun das: Ein internes Memo empfiehlt den Senior Executives von IBM bis Ende nächsten Jahres den Umstieg auf Linux auf dem Desktop. Wo stehen die Microsoft Aktien?« [MEHRZWECKBEUTEL]



Beim Experimentieren mit der Weblog-Post-Funktion des NewNewsWire wurde zu meiner Überraschung dieser Eintrag erzeugt, da er einmal drin ist bleibt er auch drin, sonderlich interessant ist er ja nun nicht und ich hätte ihn nie gebloggt (Sorry, Mehrzewckbeutel). Das Posten funktioniert, aber der NetNewsWire schafft es nicht alte Postings und Kategorien vom Netzbuch einzulesen und darzustellen. Blöd!



Getestet habe ich auch einmal ecto, das neueste Produkt von Kung-Tunes und Kung-Blog-Entwickler Adriaan. Der Beta-Test ist kostenlos, aber das fertige Produkt wird kosten. Und auch hier: Mit pMachine funktioniert es nicht. Vielleicht muß man ja für die wahren Profi-Blog-Tools auf MoveableType umsteigen? Will man aber eigentlich nicht wirklich, so ein Haufen Perl-Zeugs auf dem Server haben ... ;-)

Item Nº 1220

Ein Wochenende auf dem Mars ...

Bild: ICE im Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens

... kann man (noch) nicht verbringen. Aber das Bahnbild ist ein untrügliches Zeichen: Es ist Freitag, und das Wochenende naht, auch ohne Mars! Ich wünsche Euch allen da draußen an den Browsern und RSS-Readern ein schönes Wochenende, lasst Euch nicht vom Regen weg spülen. ;-)

Item Nº 1219

Steve Jobs und die Low-Cost-Strategy

Manche sind ja der Ansicht: Wer sich einen "großen" iPod zugelegt hat ist schon ein Snob! Aber Steve Jobs setzt da andere Maßstäbe und weist in einem Interview mit Newsweek den Weg für die wahren Snobs:

»I think that one of the biggest customers for the mini is going to be current owners buying a second iPod. They’re going to have both—when I go on a trip I take my whole library with my iPod and when I go to the gym I take the mini.«

So viel dann zum Thema "Low-Cost-Strategy". ;-)
(Via itw)

Item Nº 1218

pMachine Minikalender

Etwas Neues im Werkbuch!

Ich stehe auf den pMachine-Minikalender, so ein kleiner Kalender sieht so schön "webloggig" aus. Schon immer störte mich daran aber der amerikanische Wochenanfang am Sonntag, dieses Übel ist nun mit einem kleinen Hack beseitigt worden.

Download und Intruktionen: "Minikalender mit deutscher Wocheneinteilung."

Item Nº 1216

Beagle 2 bleibt stumm

ESA: Mars Express: no signal from Beagle 2 so far. Lasst uns in einer stillen Minute um den armen kleinen Roboter trauern, der wahrscheinlich völlig kaputt in irgendeiner Ecke auf dem Mars, dem "unforgiving planet", wie es ein ESA-Mitarbeiter ausdrückte, herum liegt; für immer verloren ...

Item Nº 1215

Microsoft offensiv

Microsoft geht in die Offensive gegen den Pinguin: "Get The Facts On Windows And Linux." Kurz zusammen gefasst: Alles ist besser, schöner und preiswerter, wenn man Windows-Produkte benutzt. Kommentar von Ars Technica (denen auch der "Via-Credit" gebührt): »[...] it seems that we`re heading into WW I territory, where everyone has now dug their trench, and they`re gonna stay until the war is over.«

Item Nº 1214

John Perry Barlow

Die Netzlegende John Perry Barlow hat nun auch ein Weblog: Barlowfriendz. Da er (für amerikanische Verhältnisse) ein Linker ist, geht es in der Kommentarspalte zu seinem Beitrag "Safire takes a shot at us" gleich mal richtig rund.

Barlow zu zitieren war in den 90ern "en vogue", seine "Cyberspace Declaration Of Independence" zierte damals auch meine Website. ;-)

Item Nº 1213

Betriebssystem-Manie

Lesestoff! Schrift größer stellen, Füße auf den Schreibtisch, und in Ruhe durchlesen: Amin Singh von kernelthread.com hat sich richtig Mühe gegeben und ein umfassendes Dokument mit dem Titel "What is Mac OS X?" erstellt, entstanden aus einem Vortrag für seine lokale Linux-User-Group, denen er Mac OS X näher bringen wollte. Er hat eine ähnliche "OS-Karriere" hinter sich wie ich, daher kann ich wohl so manches nachvollziehen was er beschreibt. Besonders die "psychologische Linux-Falle":

»The "trap" is to get sucked into this cycle of tweaking, configuration, tinkering, hacking, figuring out ho to make things work, which files go with which daemon or application, ... and be happy about it. While such pursuits are noble and academic in their own right, the sense of accomplishment you get from doing thiscould be misleading - even false! There is a very thin line between doing something worthwhile (whether it be for yourself or others), or just believe that you are, but it is possible that your time, talent, and creativity could be better used elsewhere.«

Da kann ich im besten "Net-Slang" nur sagen: 100% Ack.! Es macht Spaß ständig am System herum zu basteln, und es gibt so unendlich viel zu entdecken und zu installieren und zu optimieren. Und ehe man sich versieht ist es 2:00 Uhr nachts und man hat nix gemacht von dem was man eigentlich machen sollte. Bestes Beispiel: Montag abend musste ich einfach Kernel 2.6 installieren. Warum? Weil es ihn gibt!

Auch Amins Fazit kann ich unterschreiben:

»Apple`s traditional emphasis on ease-of-use seems to work most of the time, although there are exceptions. In my opinion, Mac OS X is representative of a "best-effort" approach - Apple took technology they had collected over the years, along with technology that had flourished in the open source world, and put together a reasonable system.
Currently there is nothing that I want to be able to run (as per my needs and wants) that does not run on Mac OS X.«

(Via Slashdot)

Item Nº 1212

Apropos Mars

»Wer nie einen lebenden Marsbewohner gesehen hat, wird sich kaum die grauenvolle Häßlichkeit seiner Erscheinung vorstellen können. Der seltsame V-förmige Mund mit seiner zugespitzten Oberlippe, die fehlenden Augenbrauen, das fehlende Kinn unter der keilförmigen Unterlippe, das unaufhörliche Zittern des Mundes, die gorgonenartige Gruppe der Fühler, das geräuschvolle Atmen der Lungen in der fremden Atmosphäre, die augenfällige Schwerfälligkeit und Mühseligkeit der Bewegungen (ohne Zweifel eine Folge der größeren Gravitation der Erde), vor allem aber die außergewöhnliche Intensität ihrer ungeheuren Augen - das alles zusammen verursachte eine Übelkeit, als ob man seekrank würde. Es war etwas Schwammiges in ihrer öligen braunen Haut, und in der plumpen Bedächtigkeit ihrer schwerfälligen Bewegungen lag etwas unbeschreiblich Erschreckendes. Schon bei dieser ersten Begegnung, bei diesem ersten Anblick wurde ich von Ekel und Entsetzen überwältigt.«


Ein Zitat aus H.G. Wells "Der Krieg der Welten", auch im Web verfügbar, als spannende Lektüre wenn die Arbeit zu langweilig ist. ;-)



Ein literarisches Produkt aus einer Zeit, als man intelligentes Leben auf dem Mars für möglich hielt und sich in wüsten Spekulationen darüber erging. Die Frage ist ja heutzutage geklärt - obwohl, wer weiß wer sich die europäische Marssonde unter den Arm geklemmt und daheim auseinander genommen hat ... ;-)

Item Nº 1211

Historisches Bild

Foto vom Mars

Diese Aufnahme des "Spirit" auf dem Mars ist das höchstauflösende Farbfoto, das jemals außerhalb der Erde gemacht wurde. Behauptet jedenfalls die NASA. Deren Server leidet gerade am Ansturm der "Mars-Freak", daher sind die von den NASA-Menschen erfreulicherweise stets flott zur Verfügung gestellten hochauflösenden Aufnahmen gerade nicht verfügbar. Es lohnt sich aber darauf zu warten, ich habe die gerade im Fernsehen gesehen, ist schon faszinierend so einen detailreichen Blick auf einen 400 Millionen Kilometer entfernten Planeten werfen zu können.

Item Nº 1210

Schlagzeile des Tages

»Chats mit Kannibalen bleiben straffrei«

futurezone

Item Nº 1209

An einen Haushalt

monochrom hat vom 1. bis zum 24. Dezember die Postwurfsendungen eines Wiener Haushalts durchaus beeindruckend visualisiert: AN EINEN HAUSHALT.

(via Rohrpost-ML)

Item Nº 1208

Noah Grey ...

... hat seine Website renoviert, sieht klasse aus und enthält tolle Bilder: Noah Grey Photography (via Irene).

Item Nº 1207

Linkhub

Item Nº 1206

Wahlkampf in meinen Referern

Auch nicht schlecht: Al Sharpton möchte Präsident der Vereinigten Staaten werden, und für dieses hehre Ziel betreibt er (oder irgendwer in seinem Namen) Referer-Spamming. Ob das so der vielversprechende Weg ist?

Item Nº 1205

Man muß auch jönne könne ...

Wenn auf Bahnfahrten etwas schief läuft, dann schreibt der Weblogger als solcher sein Blog voll über all` das Unbill was ihm widerfahren ist. Ich war anläßlich der Jahresendzeitfestivitäten auf großer "Deutschland-Tournee" mit der Deutschen Bahn, und alles hat geklappt. Alle(!) Züge waren pünktlich, alles hat funktioniert, alles bestens. Muß man ja auch mal erwähnen! ;-)

Item Nº 1204

Das Blog-Wort zum Jahresanfang

Da sitze ich nun wieder daheim, und kämpfe mit mir selbst: "Nein, ich schreibe jetzt nix über Weblogbücher, nein, ich schreibe jetzt nix über Weblogbücher, nein, ich schreibe ... na gut, also ein bißchen ..."

Nennt mich Prophet, das, was 2004 passieren wird, habe ich bereits vor einem halben Jahr prophezeit. Auf dem Spielplan des großen Kinos der Aufmerksamkeitsokönomie sehen wir "Alles neu und toll im Internet - Teil 2." Unter Pseudonymen bloggende "Stars" aus der Welt der "Atome", wie Nicholas Negroponte den "Meatspace", die "alte Ökonomie", nannte, schmeißen sich in die Blogosphere und suchen den Euro. Es wird weitergehen, Freunde. Bald werden wir die ersten bloggenden "Promis" haben. Dieter Bohlen, oder Jenny Elvers. Oder ein bloggender Bundesliga-Profi. Die "alten Medien" werden sich auf Blogger stürzen: "Sie sind jung, sie sind erfolgreich, sie schreiben Blogs über ihr aufregendes Leben. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz. Come on, be part of the game, kauf unser Buch und dann kauf Dir ein Blog." Weblogs werden in einem Maße trivialisiert und kommerzialisiert werden dass uns hören und sehen vergehen wird.

Aber, wen kümmert das? Die "wahren" Blogger werden weiter bloggen, auch dieser Hype wird vorüber gehen und wir "Old-School-Blogger" bloggen immer noch. Es ist wie mit der Dot.Com-Phase. Ich arbeite seit 1996 mit dem und im Internet. Ende des letzten Jahrhunderts schaute ich mich verwirrt um und dachte: "Hey, was ist denn in meinem schönen Internet los?" Ich war nie im Wirtschaftsteil der Zeitung, hatte kein Venture Capital, aber ich habe auch keine Aktienoptionen in den Ofen schieben oder das Händchen zum Eid erheben müssen, und verdiene auch im Jahre 2004 ein paar Brötchen mit dem Internet. Was will ich damit sagen? Wenn man in "einem Ding" steckt, dass plötzlich von hereinstürmenden Leuten zum "Hype" aufgeblasen wird, dann schaut man sich ein wenig verwirrt um, aber behält die Ruhe und macht einfach sein eigenes Ding. Nicht mehr und nicht weniger. Trends aufblasen und hinterherlaufen überlässt man den anderen. Denen die dann aufs Maul fallen.

Ich wünsche der Blogosphere im Jahre 2004 ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit dem, was da kommen wird. Das, was ich gerade alles so gelesen habe, lässt aber die Vermutung zu dass das ein frommer Wunsch bleiben wird ...

So, und nun: Keep on blogging!