das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - April 2004

Item Nº 1467

SDF - Noch ein Syndikations-Format

Kühl! Die verschiedenen RSS-Versionen und Atom sind irgendwie noch nicht genug, daher war es höchste Zeit für ein weiteres Format zur Erzeugung von "Newsfeeds": SDF. Getrieben von der ehrbaren Absicht, den "Syndikationsformatkrieg" zwischen den Dave- und Mark-Lagern zu beenden, entwickelte die Firma eines 21-jährigen Studenten das Streaming Document Format, kurz "SDF". Das hat für den Nerd als solchen Konsequenzen, denn nun muß man nicht nur RSS in allen Geschmacksrichtungen nebst Atom anbieten, sondern auch noch SDF. Warum? Na, weil es da ist. ;-)

(Via The RSS Weblog)

Item Nº 1466

Aus Forschung und Technik

Ein Stau in der Wiesbadener City (besser, das was man hier so City nennt) führte heute Morgen dazu, dass ich ausgiebige empirische Feldforschungen betreiben konnte. Eine große spiegelnde Schaufensterscheibe nebst stark frequentiertem Gehweg davor luden zur Beobachtung ein. Resultat: 100% aller Frauen schauen sich in der Scheibe an, aber nur 60% aller Männer. 12 Frauen und Mädchen kamen vorbei, 10 Männer und Jungen. Was sagt uns das?

Gut, die Datenbasis ist vielleicht etwas dünn um dieses Ergebnis abschließend bewerten zu können ...

Item Nº 1465

Urbanistische Leitbilder

Robert Kaltenbrunner in der FR: »Sowohl als auch. Über die Notwendigkeit urbanistischer Leitbilder.« Kaltenbrunner vermisst Leitbilder in der Stadtplanung, die Zusammenführung von Lebensraum und dem allseits beliebten "Standort" in der Stadtplanung. Sofern eine solche überhaupt noch auszumachen ist. Eine kleine Lektüre für den aufmerksam durch die Straßen flanierenden Stadtmenschen. ;-)

Item Nº 1464

Spitze Zielgruppe

Auf der Suche nach der spitzen Zielgruppe: »Die Blogger kommen«. Stoff für das nächste Buzzword-Bingo vom Magazin für Entscheider in Marketing und Medien. Also die, denen wir Carlotta und andere Kleinode des alltäglichen medialen Wahnsinns zu verdanken habe.

Gefunden beim Schockwellenreiter, der dazu trocken anmerkt: »Je populärer Weblogs werden, desto schlechter werden die Artikel darüber.«

Item Nº 1463

Tag des Werkelns

Heute (gestern, Montag) war in zweifacher Hinsicht ein Tag des Werkelns: Eine Zahnwurzelentzündung führte zu einem morgendlichen Spiegelbild, dass an den Anblick von Corrie Sanders nach seiner Niederlage gegen Vitali Klitschko erinnerte. Also war ein Zahnarztbesuch fällig, und ich durfte die historische erste Praxisgebühr zahlen! Warten muß man ohne Ende als ordinärer Kassenpatient (»Hey, wieso muß ich warten, ich bin ein Weblog-Star!«), dank stets am Mann befindlichen iPod war es aber erträglich.

Danach war dann Einbau einer Festplatte in den PC nebst Neuordnen der Partitionen fällig, eine gute Gelegenheit einmal Partimage und QTParted, ein Linux-Klon des bekannten Windows-Partitionierer Partition-Magic, auszuprobieren. Beim Erstellen der Images von den Partitionen fand ich Knoppix ein wenig saugend, Partimage schaufelte lediglich 100MB/Minute rüber, da konnte etwas nicht stimmen. Es gibt aber eine andere, für solche Zwecke absolut brauchbare CD-Linux-Distribution, SystemRescueCD, auf Gentoo basierend. Diese wurde auch mal flugs gebooted, sie enthält alles was man so für Festplattenspielchen und Notfälle benötigt. Und siehe da, Partimage schaufelte unter SystemRescueCD die Daten mit 450MB/Minute ins "Image" rüber. Irgendetwas muß da bei Knoppix falsch konfiguriert sein, mir fehlte aber jegliche Lust nachzuforschen was ...

Für QTParted benötigt man den Framebuffer, der zwar etwas wackelig und wenig vertrauenerweckend läuft (es wirkt nicht gerade beruhigend, wenn bei der Eingabe der Partitionsdaten irgendwo auf dem Schirm wirre Zeichen erscheinen), aber letztendlich alle Partitionen problemlos verschob und die Größen anpasste. Die Vergrößerung der NTFS-Partition führte zu einem Scandisk und zwei Neustarts von XP, bevor es das geschluckt hatte, aber so kennt man das ja. ;-)

Fazit: Lief alles glatt, musste ja so sein, denn ich hatte, Sissy die ich bin, alle Partitionen in Images gesichert. Wenn man Backups hat, läuft bekanntlich immer alles glatt ...

Item Nº 1461

Ende aller Fahrten

Am Hafen in Wiesbaden-Schierstein stolpert man über Schienen im Boden die nirgends mehr hin führen. Darum war es gefahrlos möglich, einmal ein Gleis aus der Perspektive eines Rades abzulichten.

Langsam aber sicher werden die verwaisten Gleise zugewuchert, die Natur holt sich früher oder später alles zurück.

Irgendwer hatte wohl damit begonnen, die Gleise zu demontieren, aber irgendwann die Lust daran verloren. Nach dem "Wucherungsgrad" zu urteilen, liegen diese Schwellen und Schienen schon ein bißchen länger auf diesem Stapel.

Item Nº 1460

Der Samstag: Leiden! Ein fragender Fisch! Kreuzende Bücher!

Oh, me! Sangen einst Nirvana. Womit sie zweifellos richtig lagen. Das Leben kann so grausam sein! So wie für ihn hier (via Martin).

Dabei schien ja die Sonne und der Frühling ist jetzt wohl "voll da". Das Rumlaufen mit der Kamera im Sonnenschein gebar die Frage, ob ein am Rheinufer angespülter toter Fisch, der schon beachtlich von Vögeln malträtiert wurde, ein geeignetes Motiv für das Fotoblog ist. Schwierige ethische Frage! Aber der lag sowas von malerisch am Ufer in der Sonne ...

Aber der Samstag hatte auch seine schöne Seite. Der Blick in den Briefkasten offenbarte eine Überraschung, ein "Book" kam ange-"cross"-t. Heißen Dank! :-)

Item Nº 1459

Welttag des Buches - Dilettanten schwärmen

Ina Hartwig in der Frankfurter Rundschau zum heutigen »Welttag des Buches«:

»`Dilettanten schwärmen`, fand Gottfried Benn. Leider ist der Spruch in Vergessenheit geraten. [...] Zum heutigen `Welttag des Buches` wird wieder geschwärmt, was das Zeug hält. Eine Schwester des Schwärmens ist die Beschwörung. [...] In Wahrheit ist die Beschwörung des Lesens reiner Kitsch. [...]
Den echten Leser geht das alles nichts an. Der echte Leser liest ohnehin jeden Tag allein vor sich hin, und wenn er nicht zum Lesen kommt, was ja im Leben schnell mal passieren kann, dann wird er ungemütlich. Dann schlägt seine gute Stimmung um in nervösen Ennui, im schlimmsten Fall wird er depressiv. Dann ist er nicht er selbst. Der echte Leser muss lesen, und zwar möglichst immer. Er ist ein Süchtiger. Ihm ist nicht zu helfen. Er hat Glück.«

Süchtiger! Ich sag`s ja!

Item Nº 1458

Formel 1 - Revolution ab 2008?

Die FIA möchte ab 2008, nach dem Ablauf des derzeit gültigen sogenannten "Concorde-Agreement" (das ist eine 1981 auf einem Flughafen abgeschlossene "Friedensvereinbarung" zwischen den damals miteinander zerstrittenen Parteien in der Formel 1, der FIA und den seinerzeit in der "Formula One Constructors Association" zusammen geschlossenen, vorwiegend britischen, Teams, daher der komische Name) das Reglement der Formel 1 radikal ändern: »FIA propose radical rule changes«

Item Nº 1457

Hochgradig uninternettig ...

... und unwebloggig finde ich es, wenn man in einem Weblog die Besucher mit Sie anspricht. Im kommunikativen Teil des deutschsprachigen Internet ist es seit Äonen üblich, sein Gegenüber zu duzen. Nicht nur im Forum der Gartenfreunde, sondern auch in Arbeitslisten trockener Sysadmins und Online-Marketiers. Ich verstehe Weblogs als Fortführung dieser kommunikativen Tradition, die ihre Ursprünge in Mailbox-Foren und Internet-Newsgroups hat, mit den Mitteln des WWW.

Du sagt: »Ich, der hier seine Worte verbreitet, bin einer wie Ihr, meine verehrten Leser. Ich bin Mensch und fehlbar.« Sie sagt: »Ich bin die Quelle der absoluten Weisheit, Ihr seid meine Besucher, die sich am Füllhorn meiner Weisheit bedienen dürfen, ich bin der Dienstleister, Ihr seid die Kunden.« Die Okkupation des Kommunikativen durch das Profane.

Wollte ich schon immer mal los werden! Ist hiermit erledigt.

Item Nº 1455

Dafür zahle ich gerne Steuern

pic Mal wieder so ein sprachloser Moment. Man liest etwas und denkt: "Ne, das kann nicht sein, heute ist der 1.April oder so was". Diese mißratene Kreation hier links, wie eine Photoshopübung eines Mediendesign-Azubis im ersten Ausbildungsmonat daherkommend, ist das Resultat einer vier Jahre dauernden und 155.000 Euro teuren Aktion: »Fünf markante rote Streifen, die ein Quadrat bilden und darauf das hessische Landeswappen, gekrönt mit dem Schriftzug Hessen«. Das wird all die Einrichtungen mit diesen ganzen überflüssigen sozialen Aufgaben freuen, denen Spendenjongleur Roland Koch die Zuschüsse und Etats zusammen gestrichen hat. Alles eine Frage der Prioritäten, und wenn das Resultat so fantastisch gelungen ist wie dieses Logo, dann akzeptiert man die Prioritäten natürlich anstandslos. Die Frankfurter Rundschau:

»Schon Studenten der Kunst- und Fachhochschulen hätten für einen Bruchteil des Betrages etwas Brauchbareres hinbekommen, als "dieses langweilige, nichtssagende und phantasielose" Bildchen, lästerte die rot-grüne Opposition. Und auch mit dem angestrebten Ziel einer "einheitlichen Kommunikationslinie" ist es noch nicht weit her.
Denn kaum ist das teure Logo bezahlt, spielen die ersten Ressorts schon wieder damit herum: Die offizielle Einladung des Wissenschaftsministers Udo Corts (CDU) zur Verleihung des Maria-Sibylla-Merian-Preises ziert ein Logo, auf dem zwar die von Metz so gelobten "markanten" roten Streifen und auch die "Krönung" durch den Hessen-Schriftzug zu finden sind, dafür aber kein Hessen-Löwe.«

Aber so lange der hessische Souverän, das überaus kluge und politisch gebildete Volk, immer brav das Kreuzchen bei "CDU" macht, werden wir uns weiter an solchen amüsanten Kapriolen erfreuen können!

Gefunden bei Moe, der sich erheblich echauffiert. ;-)

Item Nº 1454

Hilfe zur rechten Zeit


www.mocrisoft.com

Item Nº 1453

Das Zeitalter der Suchtsucht

Eine angeblich neue Zivilisationskrankheit ist die Internetsucht, es wurde wirklich Zeit einen Verein zu gründen: mediarisk international. Erste Artikel über die sogenannte "Internetsucht" gab es übrigens bereits 1996, ich muß mal mein Archiv durchwühlen.

Die schlimmste Sucht unserer Zeit ist aber eher die "Suchtsucht", ich leide wahrscheinlich an Internet-, Fußball-, Zeitungs-, Frauen-, Nikotin-, Fotografier-, Redesign- und Büchersucht. Letzteres z.B. zeitigt eindeutige Krankheitsbilder, obwohl ich genau weiß dass in der früh der Wecker klingelt und der Volkswirtschaft durch meine Müdigkeit gravierende Nachteile entstehen, lese ich einfach weiter bis mir die Augen zufallen. Wenn das nicht krankhaft ist! Heute ist alles Sucht, Krankheit und überhaupt, und muß umgehend behandelt werden.

Übrigens hat der "Medienrisiko-Verein" auch ein Forum und eine Onlineberatung, das ist, einmal vorausgesetzt man nimmt die sogenannte "Internetsucht" ernst, genauso sinnvoll wie eine Tagung der anonymen Alkoholiker in einer Kneipe ...

(Via Blogosfear)

Item Nº 1452

Wohlbehütet

Weblogger und Webloggerinnen von Welt tragen Hut. Des huttragenden Schockwellenreiters Entdeckung verbirgt sich übrigens im "Favicon" und auf meiner "Über"-Seite. Aber nicht nur bloggende Herren tragen Hut, sondern auch Damen: Frau anneke aka "hofkommentatorin" und Frau Zirbel bestechen wohlbehütet durch Stil und Eleganz.

Kühler als Weblogger(innen) mit Hut ist eigentlich nur Tommy Lee Jones in The Missing. Guter Film, übrigens, um auch mal etwas mit ein bißchen Sinngehalt von mir zu geben. ;-)

Item Nº 1451

TV-Tipp: Amok in der Schule

Heute abend (präziser: heute Nacht) lohnt es sich mal wieder, den Fernseher einzuschalten. Die ARD sendet um 23:00 Uhr »Amok in der Schule - Die Tat des Robert Steinhäuser«, einen Dokumentarfilm über den als sogenanntes »Massaker von Erfurt« in die Geschichte eingegangenen Amoklauf des Schülers Robert in seiner Schule. Man sollte wohl kein deutsches »Bowling for Columbine« erwarten, darf aber trotzdem auf den Versuch, das Thema filmisch zu verarbeiten, ohne jemanden auf die Füße zu treten, gespannt sein. Bezeichnend ist allerdings, dass das heikle Thema ins Nachtprogramm geschoben wurde.

Eine Vorschau gibt es bei der taz und der Frankfurter Rundschau, die einen der Autoren, Thomas Schadt, zitiert:

»Dieser Film ist auch ein Film über uns alle: Denn Robert kam eben nicht aus einem zerrütteten Elternhaus, von daher verbietet sich die Abgrenzung: die dort und wir hier.«

Item Nº 1448

Server schlecht drauf!

Pardon für Auszeiten, doppelte Kommentare samt Benachrichtigungen und sonstige Unbillen! Der Server, welcher das Netzbuch beheimatet, ist heute ziemlich schlecht drauf, ich hoffe dass sich das nun gelegt hat.

Item Nº 1440

Der große Bruder, Marke Eigenbau

Die wenigsten Weblogger machen sich über das Gedanken, was die hinreichend gebloggte Studie »Expectations of Privacy and Accountability« (z.B. bei Martin und bei Arnold) an den Tag brachte. Interessant finde ich das Ergebnis hinsichtlich der 36% die "in Trouble" gerieten wegen der von ihnen gebloggten Dinge, scheint mir ein wenig zu hoch um "valide" zu sein.

Das Netz vergisst nix, alle im Weblog geschriebenen Beiträge lassen sich via Suchmaschine bequem durchgehen, und so entsteht, zumindest bei denjenigen die mit ihrem richtigen Namen bloggen, ein Bild vom Weblogger das erheblich realer und authentischer ist als z.B. die geschliffene Selbstdarstellung in Lebensläufen und Profilen. Der Weblogger schafft sich einen "großen Bruder", und das auch noch freiwillig. Dabei bräuchte man eigentlich nur die Suchmaschinen via "robots.txt" ausschließen und schon wäre das Problem gelöst. Aber die Webloggern eigene Eitelkeit, gepaart mit dem Bewußtsein, der Welt wichtige Dinge mitzuteilen, verhindert das, man möchte ja in Google auftauchen. ;-) So kann es dann passieren, dass einen in der scheinbaren digitalen Idylle geschriebene Dinge im "realen" Leben einholen. Wer heute im Weblog über den MS Internet Explorer ablästert, weil dieser den Benutzer vor die Wahl "Sicherheitslücken vs. SSL-Verschlüsselung" stellt, darf vielleicht übermorgen deshalb auf den lukrativen Job bei Microsoft verzichten (siehe Gretchens Kommentar).

Was ist also zu tun? Schere im Kopf aktivieren, also keine "linksverdächtigen" Kommentare zur Lage der Nation mehr abgeben? Übrigens fällt mir auf, dass sich viele der deutschen "A-List-Blogger mit professionellem Anspruch" mit politischen Aussagen in ihrem Weblog äußerst zurück halten, Schere bereits aktiv? Nicht über Produkte lästern deren Produzenten vielleicht mal Arbeitgeber werden? Google-Roboter aussperren?

Am einfachsten ist es wohl, Arnolds Ratschlag zu befolgen:

»Now it`s time to live your goals and principles and treat everybody the way you want to be treated, because if you don`t, everybody will know. And after all, for all the good things you do, you won`t have to spent millions of dollars in PR for letting the people know, they will find it for themselves. Great!«

Conclusio: Im echten Weblog mit Realnamen "brav und positiv" sein, und sich ein anonymes Zweitblog zum lästern zulegen? ;-)

Item Nº 1439

Mir blüht`s!


Blogger bloggen blühende Blüten!

Nicht weitersagen: Ich mag gar keine Blütenphotos. ;-)

Item Nº 1438

Verfallende Bahnhöfe

Leise vor sich hin verrottende Kleinstadt- und Vorortbahnhöfe sind faszinierend. Ist man die Hochglanz-Shopping-"Hip"-"Yeah"-Welt der neu- und umgebauten Metropolenbahnhöfe gewohnt, kommt man sich an diesen kleinen Stationen wie nach einem Zeitsprung vor. Der Bahnhof Wiesbaden-Schierstein, ganz in meiner Nähe, ist ein typisches Beispiel.

Auf dem Fotos sieht der heruntergekommene Bahnhof fast idyllisch aus, leider kann man den eigentümlichen Geruch, eine Mischung aus Aktenstaub, Verfall und den Überresten aller möglichen menschlichen Ausscheidungen, noch nicht in Weblogs einfangen. Insbesondere der "Wartesaal" ist eine Herausforderung für die Geruchsnerven.

Alle "Jubeljahre" kommt mal ein Zug vorbei, die Verkehrslage sieht meistens so aus wie auf den ersten beiden Bildern, folgerichtig wird ein Teil der Gleisanlage langsam aber sicher überwuchert.

Mit dieser "Special Edition" der beinahe wöchentlichen Bahnbilder ist für diese Woche Schluß mit Bloggen, ich wünsche allseits ein sonniges und schönes Wochenende!

Item Nº 1431

Gelegenheitsbahnfahrer-FAQ, oder: Eine Typologie des pUk

Stefan hat ein »Bahnfahrer-FAQ für Gelegenheitsfahrer und ältere Damen« zusammengestellt:

»Regelmäßige Bahnfahrer machen öfter folgende Beobachtung: Ältere Fahrgäste stehen häufig zehn Kilometer vor dem nächsten Halt von ihrem Platz auf und positionieren sich an der Tür. Heute auf der Hinfahrt nach München neuer Weltrekord: Zwei ältere Damen standen eine halbe Stunde vor dem Münchner Hauptbahnhof an der Tür.«

Oh ja, das kenne ich. Die Angst, es nicht zu schaffen rechtzeitig aussteigen zu können, muß in der Rangliste tiefsitzender menschlicher Traumata einen ziemlich hohen Rang einnehmen. Es ist ein besonderer Typus von Menschen, der dafür anfällig ist, nennen wir ihn mal den "panischen Umstandskrämer", kurz pUk. Besonders am Frankfurter Flughafen steigen viele pUks ein. Auf der etwa halbstündigen Fahrt von FFM-Flughafen nach Mannheim benötigt der pUk etwa 10 Minuten, umständlichst sein Gerödel zu verstauen und einen Platz einzunehmen. Dann sitzt er etwa 7 Minuten mehr oder weniger friedlich da, natürlich nicht ohne zehnmal im Faltblatt "Ihr Reiseplan" einen erfolglosen Interpretationsversuch der darin abgebildeten geheimnisvollen Zeichen und Ziffern zu starten. Sodann beginnt der pUk damit, das gesamte Gerödel wieder ebenso umständlichst zusammenzuklauben und sich mitsamt den sperrigen Gepäckgütern grottenbreit 13 Minuten lang in den Gang neben die Tür zu stellen, damit jegliches unangemessene Wanderbedürfnis anderer Mitreisender bereits im Ansatz unterbunden wird. Dabei irrlichtert der Blick des pUk panisch von der linken zur rechten Tür und wieder zurück, denn er weiß noch nicht welche der Pforten zur heimeligen Glückseligkeit des Zielbahnhofs das große Feuerroß wohl öffnen wird.
Der pUk steht mit seiner Bagage aber grundsätzlich vor der falschen Tür. Daher beginnt er, wenn das Feuerroß bremsend in die Heimstatt rollt, ohne bewusste Wahrnehmung anderer Reisender als Hindernis, sich mitsamt seinem Gerödel an die andere Tür zu quetschen. Öffnet sich dann endlich die Tür, so steigt der pUk aus, und ordnet seine Gepäckstücke nach einem geheimen, nur pUks bekannten Schema mit aller gebotenen Gründlichkeit auf dem Bahnsteig, unmittelbar vor der Tür, an. Auch dabei werden andere Reisende in ihren, objektiv betrachtet, durchaus legitimen Ein- und Aussteigebedürfnissen geflissentlich ignoriert. Trägt der pUk neben seinen 5 Koffern noch einen wohnzimmerschrankgroßen Rucksack auf dem Rücken (dann nennt man ihn übrigens "gefährlicher panischer Umstandskrämer", gpUk, vereinzelt ist in der Literatur auch pUk++ zu finden), so checkt er die ein- und aussteigenden Hindernisse damit beiseite wie ein Eishockeyverteidiger, das nimmt der pUk aber nicht einmal als Kollateralschaden wahr.
Wenn dann der Zug wieder aus dem Bahnhof rollt, so zeigt ein Blick zurück aus dem Fenster einen einsamen pUk, der die sorgfältig angeordnete Baggage aufnimmt und langsam den leeren Bahnsteig heruntertrottet, dem Sonnenuntergang entgegen, wie einst Lucky Luke, leise "I`m a poor lonesome pUk, far away from home" singend ...

Item Nº 1426

Micky Maus mit 900 PS

Normalerweise verschone ich die verehrte Leserschaft dieses formidablen Weblogs mit meiner Formel 1-Leidenschaft, ich erwähne nicht explizit dass ich nach jedem Sieg der roten Renner aus Maranello die imaginäre rote Fahne mit dem "cavallerino rampante" hisse. Ich kann nix dafür, denn mein Vater hat meinen Bruder und mich bereits im zarten Jungenalter ins Auto gepackt und ist mit uns ins benachbarte Belgien und Holland zu Formel 1 - Grand Prix gereist. Ich sah noch Gilles Villeneuve im Ferrari fahren. Seitdem liebe ich diese sinnlose Raserei und verfolge die Formel 1-Szene, und so einiges passt mir überhaupt nicht mehr. Damals, Ende der 70er und in den 80ern, konnte sich ein Familienvater einen Besuch beim Formel 1-Rennen noch locker leisten, Heerscharen von Fans bevölkerten die Strecken. Heute ist das nicht mehr so. Was gibt es heute? Von Hermann Tilke auf dem Reißbrett entworfene langweilige Micky-Maus-Kurse, ohne Tradition, in Ländern wie Bahrein, Malaysia, demnächst in Shanghai, Istanbul.

Und nun steht sogar der British Grand Prix in Silverstone, im Mutterland der Formel 1, auf der Kippe. Und das ist das Problem, das der ehemalige Schweizer Formel 1-Pilot Marc Surer im Fachblatt "Motorsport aktuell" (Nr. 16/2004, S. 5) auf den Punkt bringt:

»England ist das Herz des Motorsports. Stellt man solche Läufe in Frage, nur weil es im fernen Ausland reiche Menschen gibt, welche sich die Formel 1 kaufen, dann reisst man dem GP-Sport das Herz heraus.
Zuschauer sind für mich die Visitenkarte der Formel 1. Bleiben die aus, so stirbt der Sport langsam und schleichend. Ein Sport, der keine Kulisse mehr hat, ist ein toter Sport. Da können die Leute noch so von hohen TV-Einschaltquoten vorschwärmen. [...] Man darf trotz allem nie den Zuschauer vergesssen. Denn ohne die Fans gibt es keine Formel 1.«

So ist es! Die Formel 1 lebt von ihrer über 50-jährigen Tradition. Man möchte Kurse mit Charakter sehen, auf denen schon Fangio, Moss, Clark, Piquet, Senna und Prost gefahren sind. Kurse wie Zandvoort oder Spa-Francorchamps, wo man als Zuschauer 10 Meter neben dem Kurs steht, und nicht Micky Maus-Motodrome mit Edeltribünen auf 150 Meter Entfernung vom Renngeschehen, eingekauft von despotischen Regimes wie in Bahrein oder China, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld und ihrer Langeweile. Der Grand-Prix-Sport befindet sich auf einem gefährlichen Weg. Mit Retorten-Grand Prix irgendwo in der Welt, auf Strecken, die in jeder Kurve ihre Künstlichkeit atmen, mit grotesken Eintrittspreisen, entfremdet sich die Formel 1 von denen, die sie erst möglich machen. Ohne Fans keine Sponsoren, ohne Sponsoren kein Geld. Künstlichkeit ist der Feind des Authentischen. Wer mag denn das Retorten-Team Toyota? Warum wohl fliegen den Underdogs von Minardi mehr Sympathien zu, als diese zusammengekauften Werksteams je haben werden?

Der einzige Weg ist: Back to the basics. "Damals" fuhren, bis auf Ausnahmen wie Renault und Ferrari, sämtliche Teams ohne Werksunterstützung mit gekauften Ford-Cosworth-Motoren, und die Rennen waren sicher nicht langweiliger als heutzutage. Die Formel 1 muß den gierigen Griff der Autowerke eindämmen, wenn diese sich zurück ziehen, auch nicht weiter tragisch. Sie muß zurück zu den alten Rennstrecken mit Tradition und Charakter, und herunter mit den Eintrittspreisen! Nur so kann verhindert werden, dass der faszinierende Grand Prix-Sport an seiner selbst gezüchteten Künstlichkeit erstickt.

So, das musste einfach mal gesagt werden. ;-)

Item Nº 1424

Weblog-"Buch" im Eigenbau?

Das wunderschöne Weblog »The Daily Flight« gibt es mit ausgewählten Artikeln des Jahres 2003 als nicht minder schön gestaltetes PDF zum Ausdrucken. Das Weblog-"Buch" im Eigenbau, sozusagen. Nun frage ich mich schon die ganze Zeit, ob das "kühl" oder obsolet ist.

Andy Arikawa hat natürlich viele Webdesign-Fachbeiträge im Daily Flight, die auch nicht weniger umfangreich sind als die ganz sachte an der Oberfläche kratzenden Fachartikel in Zeitschriften wie Internet Professionell, Internet Magazin und wie sie alle heißen. Von daher macht es Sinn, für den Ausdruck gelungener Artikel Tinte und Papier zu verschwenden. Ein normales Weblog lebt aber vorwiegend von der Aktualität, nichts ist so alt wie der Weblog-Eintrag von gestern, um mal ein altes "Journalisten-Bonmot" zu gebrauchen. Und, ein "Weblog" ist die einzige originäre Medienform die das WWW hervor gebracht hat, ist es nicht ein Stilbruch dieses Medium gewaltsam wieder in überkommene Strukturen der "Vor-Web-Ära" zu bringen, nämlich ausgedruckte Seiten?

Item Nº 1422

George Bush im Wortlaut

Bei der Frankfurter Rundschau findet sich die Pressekonferenz George Bushs von letzter Nacht im Wortlaut. Bush hat keine richtigen Sorgen, daher beschäftigt er sich mit Dingen wie Giftgas auf libyschen Hühnerfarmen ...

Item Nº 1421

Größenwahn war gestern

Wer sich schon immer mal gefragt hat, was denn wohl der Teil der "Dot-Com"-Gründergeneration des letzten Jahrtausends macht, der nicht im Gefängnis sitzt, findet heute in der Frankfurter Rundschau eine interessante Lektüre. Christian Sywottek besuchte René Kaute, einstmals Gründer von "Doyoo" und jetzt Unternehmer in Sachen Kaffee: »Größenwahn war gestern«

Item Nº 1420

Zum Tagesgeleit

»Mach dir doch keine Sorgen, wenn es schlecht läuft. Morgen kann es noch viel schlimmer kommen.««

Spanisches Sprichwort

Item Nº 1409

Klitschko vs. Brewster - Nachlese ...

... gibt es bei BoxingPress, etwas fachkundiger als das, was man sonst so zu lesen bekommt. Ich mache keinen Hehl daraus dass ich Wladimir die Daumen gedrückt habe, mal schauen ob er noch einmal zurück kommt... Und vor allem ist zu hoffen, dass es Vitali übernächste Woche besser macht!

Item Nº 1408

(Fehl-)Alarm im Apfelland

Kleiner Newsgroupbeitrag - große Wirkung: Ein Beitrag in der Newsgroup comp.sys.mac.programmer.misc animierte einen mir bis dato völlig unbekannten Hersteller von Virensoftware den ersten "Trojaner" unter Mac OS X anzukündigen. Zumindest ein gelungener PR-Coup, den jetzt ist nicht nur mir Intego ein Begriff. Alles zum Mac-"Trojaner":

Das hat zwar keinen Neuigkeitswert mehr, aber wenn ich wieder arbeiten gehe werde ich die Links noch benötigen, da die stolzen Besitzer von viren- und wurmschleudernden Windows-Kisten hämische Bemerkungen fallen lassen werden, wetten dass? ;-)

Item Nº 1407

Renovieren im Netzimperium - Die unendliche Geschichte ist eine Kurzmeldung dagegen!

Freitag habe ich noch ein wenig gebastelt, da mir dann aber die Zeit davon lief und Dinge wie Köfferchen packen sich mit Macht in den Aufmerksamkeitsfokus drängelten, ein wenig verspätet die Neuerungen:

Alle Kommentare haben nun Permalinks. Braucht man das? Wohl eher nicht, aber was braucht man schon, außer allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel? ;-)

Außerdem gibt es nun ein "Weblog im Weblog", die "Quickies", das sind einfach die mittlerweile allseits beliebten "Quicklinks" oder "Blogmarks". Erreichbar mit dem Button "Quickies" da rechts in der Navigationsleiste und als RSS-Feed. Auch die "Quickies" haben einen Permalink und können kommentiert werden.

Die Navigationsleiste ist nun besser gefüllt, unter "Etcetera" (möglicherweise fällt mir dazu noch ein etwas aussagekräftigerer Name ein) versteckt sich das Archiv nach Monaten und nach Themen (aka "Rubriken").

Auch die Kommentarvorschau sollte nun auch dann wieder funktionieren, wenn der vorzuschauende Kommentar der erste Kommentar eines Beitrags ist. Das funktionierte nicht wg. eines Bugs einer pMachine-Funktion.

Okay, das dazu, mehr Neues dann "die Tage" ... ;-)

Item Nº 1402

Renovieren im Netzimperium - Weiter geht`s

Die Renovierungsarbeiten machen Fortschritte. Ich war der Ansicht dass die einzelnen Einträge etwas mehr Raum benötigten, darum haben sie nach oben und unten nun "mehr Luft".

Außerdem war die Menüspalte rechts überfüllt. Die Lösung für Probleme dieser Art von Dunstan Orchard auf 1976design.com gefällt mir außerordentlich, eine der raren "Divs an- und ausknipsen"-Lösungen die wirklich "smooth" funktionieren. Mit Dunstans freundlicher Unterstützung (Thanks, Dunstan :-)) habe ich seine Lösung "seziert" und damit begonnen sie einzubauen. Die einzelnen Bereiche des Menüs werden nun noch mit Inhalt gefüllt. Außerdem müssen noch ein paar Ungereimtheiten im "Werkzeug des Teufels" aka MS Internet Explorer ausgemerzt werden, das ist immer eine sehr unangenehme Arbeit, aber was sein muß muß sein. ;-)

Und es wird einen eigenen der heutzutage allseits beliebten "Linkhubs" geben, die Quickies, die sind technisch schon angelegt und müssen nun "nur noch" mit Inhalt gefüllt werden. Also, noch einiges zu tun an diesen trüben Tagen (Frühling habe ich irgendwie anders in Erinnerung) ...

Item Nº 1401

Linux ist nicht sicherer als Windows

Behauptet Forrester Research lt. einer Meldung von Technews (die bescheuerte Flash-Werbung gibt`s gratis dazu ;-)). Forrester hat, wenn man Technews glauben darf, lediglich die Zeit bewertet die vergeht bis ein Flicken verfügbar ist, die Qualität der Bedrohung aber außen vor gelassen. Es sind ja auch die Linux-Rechner von denen Trojanische Pferde Spams verschicken und Attacken auf andere Internet-Server reiten, es sind die Linux-Rechner deren grandiose Anti-Viren-Programme Mailserver lahmlegende Virenwellen noch anheizen in dem sie Bestätigungsmails über erhaltene Viren versenden. Es sind die Linux-Rechner die von Würmern einfach mal eben herunter gefahren werden, es sind die Linux-Rechner auf denen man sich beim Surfen Dialer einfängt, es sind die Linux-Rechner die sich Spyware einfangen, die Linux-Server die von SQL-Würmern befallen werden, usw. usw. usw. Daher ist die Studie wirklich plausibel, die Realität bestätigt das eindrucksvoll. ;-)

Was sollen solche Studien eigentlich beweisen? Die Realität verdrehen für Tech-Analysten-Report-gläubige Anzugträger?

Einige Linux-Distributoren haben eine gemeinsame Erklärung zu dieser Studie veröffentlicht.

(Via Link-Dump)

Item Nº 1400

Fluglotse spielen

Ein hübsches kleines Flash-Spielchen: Fluglotse spielen, drei Flieger sicher landen und drei Flieger starten. Ich habe es natürlich ohne Warnung hinbekommen, kleiner Tipp, auf den Abstand und die Geschwindigkeit der landenden Flugzeuge achten.

TOUCH DOWN: Be an Air Traffic Controller

(Via Airbag)

Item Nº 1399

Langsam an Ostern rantasten

Einen herzlichen Gruß an die arbeitende Bevölkerung! Ich habe bereits Osterurlaub, bin gegen 11:30 aufgestanden, sitze jetzt noch ungekämmt im Kurt Cobain-Look herum, und habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei! Wenn das die Unternehmerverbände, Guido Westerwelle und der CDU-"Wirtschaftsflügel" mit ihrem Bierdeckel-Ökonom Friedrich "der sauerländische Rocker" Merz wüssten, sie würden gleich ein Foto von mir machen und mich als exemplarischen Fall für den Verfall der Arbeitsethik im kollektiven Freizeitpark Deutschland in ihre Propagandapamphlete einbauen ... ;-)

Item Nº 1398

Kurt Cobain

Bild: Kurt Cobain »My heart is broke but I have some glue
Help me inhale and mend it with you
We`ll float around and hang out on clouds
Then we`ll come down and have a hangover«
(Nirvana "Dumb")

Gestern vor 10 Jahren tötete sich Nirvana-Sänger und Grunge-Ikone Kurt Cobain im Drogenrausch mit einer Schrotflinte selbst. Bei toten Legenden ist es Usus, dass irgendwann später jemand mit einer abstrusen Verschwörungsgeschichte auftaucht, bei Kurt ist es natürlich nicht anders. Wenn man sich die Fotos von Kurt anschaut, so hat er auf vielen Bildern einen ganz speziellen Ausdruck in den Augen, ganz so als wäre er in seinem Inneren ganz woanders. Kann natürlich auch sein, dass das eine nachträgliche Projektion des Wissens darüber, was danach passieren wird, ist.

Am kommenden Donnerstag, 8. April, gibt es bei MTV einen "Kurt-Cobain-Gedenktag" mit einer ganze Reihe von Sendungen. Der "offizielle" Gedenktag ist der 8.4., da Kurt drei Tage unentdeckt tot in seiner Garage lag. Sehen muß man davon eigentlich nur das grandiose "MTV-Unplugged" um 20:00 oder 23:30 Uhr, ein echtes Highlight der Rock-Historie, das man immer wieder anschauen kann. Die drei Radaubrüder spielten ihre recht "lauten" Songs an jenem Abend im Dezember 1993 mit einer Fragilität und Präzision, die sie neu und doch vertraut klingen lässt. Das ist für jeden Musikinteressierten ein absolutes Pflichtprogramm!

Bei der Gelegenheit muß ich natürlich noch los werden, dass für mich "In Utero" das grandioseste Werk von Nirvana ist, einfach eines jener raren Alben die zeitlos herausragend sind!

Item Nº 1397

Es liegt in unserer Hand

Der spanische Journalist und Schriftsteller José Manuel Fajardo in der Frankfurter Rundschau:

»Wenn es etwas gibt, das Entsetzen verursacht, so ist es die Fähigkeit des menschlichen Wesens, sich sein eigenes Unglück zu schaffen. Als ob die brutale Art nicht schon genug wäre, mit der uns das Leben so oft verletzt oder vernichtet, sammeln sich im Schoß der Menschheit unzählige Fabrikanten des Unglücks, Erzeuger der Höllen, Boten des Todes und des Hasses. Die schlimmste Bedrohung ihrer Werke jedoch sind nicht die Schmerzen, die sie erzeugen, sondern ihre heimtückische Fähigkeit, in den Opfern die gleichen Gefühle von Gewalt, Hass und Brutalität zu wecken, die sie selbst antreiben.«

Fajardo plädiert für einen rechtsstaatlichen Umgang mit dem Terror, da Böses mit Bösem vergelten nur neues Böse erzeugt. Die Realität gibt ihm Recht, normale ordentliche Polizeiarbeit hat zur Aufklärung der Attentate vom 11. März geführt, keine Militäraktion oder eine Besetzung des Inlands durch die Armee ...

Mehr in der FR: Es liegt in unserer Hand. Kulturelle Wunden: Spaniens lange Erfahrungen mit Terrorismus

Item Nº 1396

Bloggende Microsoft-Rekrutiererinnen

Auch "im Reich des Bösen" gibt es interessante Menschen: Zoe und Gretchen rekrutieren Personal für Microsoft und führen ein Weblog. Wir alle motzen ja über M$, aber wenn sie Morgen ankämen und mit einem Arbeitsvertrag winken würden, würden die meisten umgehend nach dem Füllfederhalter in der Tasche suchen ...

(Via "weiß ich nicht mehr")

Item Nº 1395

Orte über die man nicht spricht ...

..., die aber für das eigene Wohlbefinden eine existenzielle Bedeutung haben:

(Via Metafilter)

Item Nº 1394

Lightstripping

»at one point violence became an abstract word instead of a scar on your face or a hole in your heart«

lightstripping - photographs. Unbedingt auf das erste und das fünfte Herzchen von links klicken, direktes Verlinken ist nicht möglich da die Bilder in einem per JavaScript erzeugten neuen Fenster erscheinen.

(Via Two Places)

Item Nº 1393

Sachen-Magazin

Eine interessantes Sache ist things magazine, bestehend aus einem Weblog, der Online-Ausgabe des gleichnamigen Print-Magazins und einem Photolog. Sehr sehenswert!

Darin gefunden:

Photos panoramiques du métro de Paris. Panoramafotos aus Pariser U-Bahn-Stationen. Geil! Würde ich auch gerne mal machen, ich bin aber noch nicht hemmungslos genug um das Stativ aufzubauen und seelenruhig ein Panorama abzufotografieren, während mich alle angucken. Muß ich noch dran arbeiten! ;-)

Two Places, ein neues Weblog von einem gewissen Phil. Ich habe keine Ahnung wer Phil ist, aber das Weblog ist optisch ansprechend und lesenswert.

Irgendwie "strange" ist YES INSANE PATTERN ATTACK 2004, lauter Zeichnungen, Collagen und Fotos über die ich noch ein wenig sinnieren muß, es geht um Beständigkeit und "Strategie".

Item Nº 1391

Vorsicht, Güterzug fährt durch!

Bild: Bahnhof Mainz-Kastel

Mal wieder eines der allseits beliebten beinahe wöchentlichen Bahnbilder: Ein Güterzug windet sich durch den gebogenen Bahnhof Mainz-Kastel, das trotz seines komischen Namens ein Stadtteil von Wiesbaden ist, da es auf "unserer" Seite des Rheins liegt. Eine beliebte Falle für alle die neu hier in der Gegend sind, denn Züge die über Mainz-Kastel fahren fahren nicht über Mainz. Die Touris und Zugereisten steigen aber trotzdem ein und haben dann die Panik in den Augen wenn sie ihren Fehler bemerken. ;-)

Ich hoffe dass Ihr beim Anblick von Bahnhöfen nicht gleich an runterfallende Traktoren und Bomben denkt. Alles ist gefährlich, Leben ist gefährlich, Bahnfahren aber nur ein mäßiger Risikofaktor. Es sei denn man hört länger als notwendig dem bayerischen Innenminister Beckstein zu, der möchte ja gerne die Bundeswehr einsetzen um uns vor dem Terror zu schützen. Details verrät er leider nicht, vielleicht möchte er Panzer auf den Bahnhof stellen und Abfangjäger drüber kreuzen lassen, um Terroristen daran zu hindern Bomben an Bahnanlagen zu legen. Wenn ich Becksteins Weltbild hätte, dürfte ich vor lauter Angst nicht mehr vor die Türe gehen ...

Genug gebabbelt, schönes Wochenende allerseits!

Item Nº 1389

Big change!

Starting today, this blog will continue in english. Because surfers in german speaking countries are a much too small audience for all the wisdom I have to spread, I decided to broaden my audience to the world. And the Netzbuch Netbook will look much more important and impressive in english, won`t it? World domination is my target!

Imagine, people all over the world can`t wait to read about the german soccer team. And about Borussia Mönchengladbach, of course. In my sleepless dreams I see people in America, Africa and Antarctica waiting for my rants about politicians from Wiesbaden and Hesse, and wether they blog or not. Interesting times to come, folks!

During the 1st of April I will rewrite the whole site in english, so stay tuned!