das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Archiv - July 2004

Item Nº 1861

iPod 4G mal wieder

Neues vom Lieblingsspielzeug: metamac hat den iPod 4g 40 GB ausgepackt und getestet. Fazit: »Wirklich revolutionär kann man den 4G-iPod nicht nennen. Zwar ist das Click Wheel eine feine Sache, doch auch die 3G-Komplettsensorik war nicht das schlechteste Bedienkonzept. [...] Für Neueinsteiger ist der 4G-iPod ein ideales Gerät – besonders die günstige 20 GB-Variante (329,- Euro). Alte iPod-Hasen hätten sich sicher etwas mehr Neuerungen gewünscht. Aber schick ist das 4G-Gerät allemal. Die iPod-Liebe kann also weitergehen.« TIME kürte den iPod 4G zum ‘Gadget of the week’ (via fscklog), was nicht so die Brüller-Meldung wäre, würde in dem Artikel nicht angedeutet, dass aus dem très chic verpackten Innenleben noch die eine oder andere Überraschung zu erwarten wäre: »But you should know that internally the new iPod is a ground-up reconstruction, and its really compelling applications — the ones that very well might get the goat of anyone unable or unwilling to upgrade — are still secret. All that Apple is saying is that there’s more to this than what’s being publicized.« Ebenfalls im fscklog findet man Infos zu der pikanten Geschichte zwischen Apple und Real, Apple nennt die Vorgehensweise Reals »tactics and ethics of a hacker«, und Real antwortet mit der ‘der Kunde soll die Wahl haben’-Taktik. Ausgerechnet Real, die mit dem proprietären Real Media Format – diese ganze digitale Branche ist eine einzige Bande von Heuchlern, und wir Kunden unterstützen sie noch, indem wir ihren ganzen Kram kaufen …

Item Nº 1857

Erich Kästner

»Satiriker sind Idealisten. Im verstecktesten Winkel ihres Herzens blüht schüchtern und trotz allem Unfug der Welt die törichte, unsinnige Hoffnung, dass die Menschen vielleicht doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden könnten, wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht.« Erich Kästner in der ZEIT Die ZEIT erinnert mit dem Artikel Das Schweigen des Satirikers an den 30. Todestag des großen Schriftstellers und Satiriker Erich Kästner, der am 29. Juli 1974 starb.

Item Nº 1856

»Kiss Me, I'm a Blogger!«

Ein von Dave Winer geschossenes Foto von der Convention der Demokraten in Boston (via Airbag). Apropos Dave, er wurde nach eigenen Angaben von den ARD-Tagesthemen interviewt. Mal schauen, ob das gesendet wird.

Item Nº 1855

Und dann war da noch ...

... der Zahnarzt aus North-Carolina, der seinen Patientinnen Sperma mit einer Spritze in den Mund injizierte, und nun zwar weiter praktizieren darf, aber nicht mehr alleine mit Frauen im Behandlungszimmer sein darf. Diese eklige Geschichte aus dem Fundus bizarrer menschlicher Perversion hat The Smoking Gun ausgegraben (via MetaFilter).

Und nun guten Appetit beim Frühstück. ;-)

Item Nº 1854

Encore: iPod 4G und die Konkurrenz

War das Ergebnis des ‘Vergleichstest’ iPod vs. Sony Walkman schon vorhersehbar, so braucht man garantiert kein Prophet zu sein, um das Resultat eines weiteren ‘Shoot-Outs’ bei Mac360.com, iPod 4G vs Dell DJ, vorherzusagen (via MacTechNews). Sieger ist überraschenderweise der iPod, aber amüsant zu lesen ist der Artikel der “Glitter-Lady” allemal: »Dell says the DJ will get up to 20 hours of battery life. Of course, most Dell users never use up the 20 hours before ditching the little bugger and moving to an iPod.« Etwas ernsthafter ist da schon ein Beitrag von metamac über den Sony NW-HD1. Da ich einen PDA von Sony habe, der eine Audio-Player-Funktion hat, kenne ich die Sony-Software und ihre grotesken Regularien (okay, ist fast 3 Jahre alt, aber ich denke nicht dass Sony da etwas liberalisiert hat). Mit Sony-Software digitalisierte Songs von den eigenen CDs(!) unterliegen plötzlich einem rigiden DRM, die Software schreibt einem vor, dass die eigenen Songs nur dreimal übertragen werden dürfen. Daher kann ich von Sony im Zusammenhang mit digitaler Musik nur ganzheitlich abraten. Mal ganz abgesehen davon, dass das ganze Sony-Zeug nur mit Windows funktioniert und schon von daher indiskutabel ist. Und teuer ist es auch noch.

Item Nº 1849

Neue Menüfunktion im Netzbuch

Mein Navigationsmenü da links hatte einen großen lästigen Haken: Wenn man auf einen Link klickte und zurück kam, war immer der erste Punkt “Weblog” aktiv. Das ist doof! Darum wurde das nun geändert!

Das Menü “merkt” sich nun, welcher Menüpunkt aktiv ist, und stellt diesen auch beim nächsten Aufruf der Seite dar. Dazu wird ein Cookie gesetzt. Und weil ich gerade dabei war, Plätzchen zu verteilen, gibt es noch ein weiteres, welches dafür sorgt, dass dem Besucher der Punkt “Quickies” farbig angezeigt wird, wenn seit dem letzten Besuch neue Quickies dazu gekommen sind, und die Quickies nicht der “offene” Bereich sind. Etwaige JavaScript-Fehlermeldungen auf exotischen oder antiken Browsern bitte mir mitteilen, wird dann abgestellt. ;-)

Die Cookies, gefährlich wie sie sind, erforschen natürlich auch noch, was in Eurem Kühlschrank ist, mit wem Ihr Dates habt, wann Ihr ins Bett geht und welches Fernsehprogramm Ihr anschaut. Diese wertvollen Daten werden dann gewinnbringend an die Industrie verscherbelt. ;-)

Item Nº 1848

Selbstlagerung

»Wenn sich das Universum stetig ausdehnt, warum gibt es nicht genug Platz für all das persönliche Zeug?« Diese Frage aus dem Grenzgebiet zwischen Physik und Metaphysik schreit nach einer Lösung. Früher hat man Lagerräume gehabt. Im Zeitalter des globalen Dummschwatz mit Anglizismen heisst es Self-Storage, also Selbstlagerung. Klingt morbide, irgendwie schwingt Endlagerung im Unterbewusstsein mit. Die taz besuchte Selbstlagerstätten in meiner alten Heimat: »Der Ausstand der Dinge«. »Self-Storage ermöglicht es dem Menschen, sich frei zu machen vom Überfluss in der eigenen Wohnung, dem Keller, der Garage. Von Omas geerbter Couch, dem hässlichen Hochzeitsservice, das den Küchenschrank verfüllt, von den vielen Büchern, Schallplatten und Schuhen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln oder die der Partner mitbrachte, als er in die sowieso schon kleine Wohnung zog.« Auf den Geschmack gekommen, mal gründlich zu entrümpeln, um angemessenen Platz für einen neuen schicken Linux-Server zu schaffen? Bei Shurgard findest Du das nächste End-, äh, Selbstlager in Deiner Nähe.

Übrigens, als Kenner der menschlichen Natur würde ich jede Wette eingehen, dass für mindestens 50% aller ausgelagerten Dinge das Selbstlager auch das Endlager ist …

Item Nº 1847

Der Todesstern

Sieht aus wie der “Death Star” aus dem guten alten “Star Wars”-Film, ist aber in Wirklichkeit der Saturn-Mond Mimas, aufgenommen von der NASA-Sonde Cassini aus 1,7 Mill. Km Entfernung (via MetaFilter).

Item Nº 1846

DotClear

Ein “exotisches” (aber nur vom Verbreitungsgrad) PHP/MySQL-basiertes Weblog-System ist DotClear, mit einer reichen Liste von Features und einem überaus ‘zart’ kolorierten Backend ausgestattet, frage ich mich warum man davon noch nichts gehört hat. Beim Schreiben der Einträge kann man in DotClear auch die beliebte oder berüchtigte, je nach Sichtweise, “Wiki-Syntax” verwenden. Bild-Upload (immer diese Anglizismen, “Transfér d’Image”, natürlich ;-)), funktioniert ebenfalls sehr einfach, mit automatischer Erstellung eines Daumennagels.

Entdeckt bei Beate, die nach einer kurzen Phase technischer Neuorientierung wieder unter den “Bloggenden weilt”, bienvenue de retour, Beate!

Item Nº 1845

Instant-Geek-Lyrik

Bitte jetzt laut vorlesen: »BE
von txp
ist bei mir
alles in D«

(Beate im IM)

Item Nº 1844

Hagen Boßdorf und das journalistische Selbstverständnis

Über die seltsame Rolle des ARD-Sportkoordinators und -Reporters bei der Tour de France, Hagen Boßdorf, berichtet die FR: »Eigentlich darf sich die ARD so etwas nicht bieten lassen«. Boßdorf ist nebenberuflich noch “freier Mitarbeiter” bei denen, über die er eigentlich objektiv berichten sollte, nämlich das Rad-Team von T-Mobile, bei deren Veranstaltungen er als Moderator auftritt. Und kam sich selbst ins Gehege, als er höchst seltsam von einer Alpen-Etappe berichtete (vgl dazu Georgs Blog-Eintrag). Zitat aus dem FR-Artikel: »Für die ARD geht es hier wohl auch um etwas ganz Grundsätzliches. Die öffentlich-rechtliche Anstalt wirbt bei den Zuschauern unter anderem immer wieder mit dem Pfund einer unabhängigen Berichterstattung. Dieses wichtige Unterscheidungsmerkmal müsse gegenüber den kommerziellen Anbietern verteidigt werden, sagt der Kommunikationswissenschaftler Thomas Schierl, ‘sonst wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk irgendwann Probleme bekommen’. [...] Der Fall Boßdorf ist freilich nur die Spitze des Eisberges. In der Szene werden die ARD-Radsportjournalisten seit Jahren schon als Hofberichterstatter bezeichnet. Die Berufsapologeten jubelten heuer sogar die Leistungen des T-Mobile-Sprinters Erik Zabel hoch, obwohl der seinen Zenit offensichtlich überschritten hat.« Nach meinem naiven Verständnis von Journalismus ist es ein Unding, dass ein Journalist nebenberuflich für die arbeitet, über die er dann in seinem Medium “objektiv” berichtet. Man darf gespannt sein, ob die ARD aus der “Boßdorf-Affäre” Konsequenzen zieht.

Item Nº 1841

Strange Attractor

Strange Attractor (“Seltsamer Attraktor”, vgl. Wikipedia) ist ein neues Weblog über Weblogs bei Corante, Lesern mit langem Bart und Krückstock vielleicht noch bekannt durch die bei mir “damals” mehrfach zitierten Metablogs Corante On Blogging oder den Microcontent News.

Betrieben wird Strange Attractor von Suw Charman. Ich hatte das Vergnügen, Suw in Wien auf der BlogTalk kennen zu lernen, sie ist “besessen” von Weblogs, daher verspricht Strange Attractor interessant zu werden. ;-)

(Via Heiko)

Item Nº 1840

blog.tagesschau.de

Ein Meilenstein für das Webloggen in Deutschland? Unbemerkt von den ”üblichen Verdächtigen” ;-) der Blogosphäre hat die Tagesschau ein ausgewachsenes Weblog eingerichtet: blog.tageschau.de. Drei Auslandkorrespondenten der ARD berichten über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA und schreiben deutlich meinungsfreudiger, als man das im Fernsehen oder Radio normalerweise geboten bekommt. Klasse!

Den URLs nach zu urteilen, werkelt eine pMachine hinter den Kulissen des Tagesschau-Blogs. Permalinks gibt es auch, fehlen nur noch RSS-Feed (der pMachine-Default-Feed /index.xml ist leer), Kommentare und Trackback. Aber man will ja nicht unverschämt werden. ;-)

Item Nº 1839

Das Billige

Richard Wagner rechnet mit einem famosen Rundumschlag im Feuilleton der FR unter dem Titel »Das billige Leben« mit der Omnipräsenz des Billigen ab: »Das Billige expandiert. Es beherrscht unsere Gesellschaft, die in ihrer Agenda ruht wie in einem Pool. Alles ist nichts und nichts ist alles. Die einen sind arm, die anderen tun so. Und alle erwecken den Eindruck, als hätten sie was zu sagen, und sei es nur, dass sie sich eine Meinung zum allgemeinen Zustand leisten können. Das einzige aber, was sie sich wirklich leisten, ist der Schlachtruf ‘Billig will ich’, und auch der wurde ihnen in den Mund gelegt.
Es ist, als wären wir in der Rotation bei Viva, dem Billiglatein fürs Leben. Und warum sind wir dort? Weil wir Helden sind oder weil Sarah Kuttner es so will.«
Lesebefehl des Tages: »Das billige Leben. Vorgriff auf Hartz IV: Die einen sind arm, die anderen tun so.«

Item Nº 1838

Geekig Bloggen mit NanoBlogger

Ausgefeilte Weblog-Systeme wie Textpattern oder die pMachine sind natürlich sehr komfortabel, ausgefeilt und alles. Aber sie brauchen ihre Resourcen, und die Installation braucht eine gewisse Zeit. Das geht natürlich auch anders.

NanoBlogger, das gerade in Version 2.9 erschienen ist, “managed” ein komplettes ausgewachsenes Weblog mit einem 27 kB großen Shell-Skript, sämtliche Konfigurationen und das Erstellen der Einträge werden auf der Unix-Shell durchgeführt. Das Prinzip ist ähnlich wie bei MovableType, das Shellskript baut aus den Einträgen, die als Textdateien abgelegt werden, das Weblog zusammen und legt es als statisches HTML ab. Dabei bedient es sich Unix-Standardtools wie cat, sed usw.

Das funktioniert wirklich vorzüglich, ist NanoBlogger einmal auf dem Server abgelegt, gibt es kaum einen schnelleren Weg, um “mal eben” ein Weblog anzulegen. Wen es interessiert, kann sich mein NanoBlogger-Testblog anschauen.

Fazit: Gefällt mir wirklich gut, Bloggen kann so einfach sein, und auf dem Terminal Bloggen ist natürlich sehr geekig! ;-)

Links:

Item Nº 1837

»We can make flowers sing«

Eine japanische Firma hat ein System entwickelt, mit dem man Blumen als Lautsprecher benutzen kann, berichtet New Scientist. Das hat doch was, wenn aus den gar lieblichen Rosen plötzlich Lemmy Kilmister zu hören ist! Die nächste Frage wäre die nach der Klangqualität, aber dazu meint cityofsound nur trocken: »who cares about sound quality if we can make flowers sing!«

Link und Pic via cityofsound. Und irgendetwas in mir schreit “Fake!”, aber wie so oft, man weiß es nicht …

Item Nº 1835

Was tun wenn das Internet kaputt ist?

Eine Notfallliste für den Fall, dass die Internet-Verbindung plötzlich verschwindet, präsentiert uns The Toque: »What Should I Do If The Internet Goes Down?« Die Hinweise 9 und 10 gefallen mir am besten. ;-)

(Via Dunstan)

Item Nº 1833

9/11 Commission Report

Der »9/11-Commission Report«, von Jason Kottke als HTML mit Permalinks aufbereitet, als PDF von der Washington Post, und die amtliche Website der Kommission (via MetaFilter).

Item Nº 1832

Große Gebäude

Tall Buildings (Flash, doh!), eine virtuelle Ausstellung des MoMA, stellt die höchsten Gebäude der Welt maßstabsgerecht nebeneinander auf den Schirm. Gefunden im thingsmagazine, das diese Darstellung als »intellektuell unehrlich« brandmarkt, Opernhäuser oder Museen würden schließlich auch nicht nebeneinander auf eine Seite gestellt.

Item Nº 1831

iPod 4G

Der neue iPod wird wohl im Gegensatz zum Mini oder zur Airport Express Station auch wirklich ausgeliefert (Apple gefiel sich in letzter Zeit als Meister der Vaporware, zumindest was Deutschland angeht), hier gibt es eine Auspackprozedur zu bewundern (via unübersichtlichstes Forum der Welt).

Und auf mac360.com werden iPod 4G und der neue Sony Walkman verglichen, überraschenderweise gewinnt der iPod (via unübersichtlichste Mac-Newssite der Welt).

Bei vielen Mac-Seiten müsste dringend mal etwas an der Usabilty getan werden, gerade die beiden oben zitierten “via”-Quellen sind absolut grausam.

Item Nº 1830

IE-Blog

Die Menschen hinter dem “Werkzeug des Teufels”, sprich, das Internet Explorer Entwickler-Team, sind es wohl leid, die anonyme Wurzel allen Übels hinter den Kulissen zu sein. Darum bloggen sie jetzt: IEBlog. The Microsoft Internet Explorer Weblog.

Das ist wohl die “neue Offenheit” bei Microsoft, durch die Stimme der Menschen, die dort beschäftigt sind, den Ruf als anonyme Weltbeherrschungsmaschine zu verlieren. Was immer die Motive sind: Sehr löblich!

(Via Retch)

Item Nº 1828

»Nicht lamentieren, Fragebogen ausfüllen und einsenden«

Ralph Segert über die Resonanz zur Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums zu Softwarepatenten: »[..] was ist mit den vielen hauptberuflichen Webworkern, verpennen die das Thema und wundern sich später, wenn sie feststellen, wie teuer Open Source plötzlich geworden ist? Und die vielen semiprofessionellen Nutzer und Sauger da draussen, die das Thema immer noch wahrnehmen, als ginge es um einen Sack Reis, der in China umfällt, wundern die sich auch, wenn das ganze Zeugs, das sie so selbstverständlich nutzten zu ihrem Vorteil, auf einmal in privater Hand liegt?« Wo er Recht hat, hat er Recht. Darum: Erst bei Wolfgang Wiese lesen, dann diesen Heise-Kommentar von Florian Müller, die Links zur Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums zu Softwarepatenten anschauen, und dann den Fragebogen ausfüllen. Und das Ganze, wie Hausmeister Krause sagen würde, z. z., ziemlich zügig! ;-)

Item Nº 1826

ARD-Tagesthemen: Regierungs-Fernsehen in Reinkultur

Hat jemand gestern abend die ARD-Tagesthemen gesehen?

Wie ein staatlicher Propagandasender, der uns suggerieren möchte, dass Regierung und Unternehmen Hand in Hand für unser nationales Wohl tätig sind. Denn die Kosten, die Kosten. Diese ganzen sozialen Wohltaten – die armen Unternehmen, die armen Manager, sie müssen einem einfach leid tun.
Das “Gewerkschafts-Bashing” durfte natürlich auch nicht fehlen, die sind natürlich alles schuld, da sie nicht umgehend freudig erregt aufspringen wenn Schröder, Clement und die Wirtschaftsbosse gemeinsam neue Ideen entwickeln. Das hatte mit objektivem Journalismus (der ja sowieso eine Illusion ist) nichts mehr zu tun.

Von Weinkrämpfen ob des harten Schicksals der von ihren Arbeitnehmern und Gewerkschaften gequälten armen armen deutschen Unternehmen geschüttelt, habe ich mich danach gleich ins Bett gelegt, und von Frankreich im Jahre 1789 geträumt …

Item Nº 1823

Hemd aus der Hose, oder: Der Morgen des Vogels

Unvorhergesehen früh geweckt von einem Vogel, der sich durch das Dachfenster ins Schlafgemach verirrt hat. Geweckt ist der falsche Ausdruck, ich schreckte hoch, rechnete mit einer militärischen Attacke, griff zur neben meinem Bett stets durchgeladen bereit liegenden MP und zerfetzte den Vogel.
Naja, fast, mit viel Geduld (das blöde Viech fliegt ja immer in die entgegengesetzte Richtung von der eigenen Position, eine komplexe Rochade!), nachdem ich mich vom Schreck erholt hatte, machte ich das desorientierte Federvieh mit dem Konzept “Fenster” vertraut, trotz der frühen Stunde stets die Neigung von Federviechern zu unkontrollierter Absonderung von Exkrementen im Kopf …

Ein lustiger Artikel in der New York Times: »Flying Shirttails, the New Pennants of Rebellion« (erfordert kostenlose freie Registrierung, aber auf keinen Fall machen, die spionieren alles aus, denkt an Eure kostbaren Daten, gefährlich gefährlich!) beschäftigt sich mit dem Hemd. Und der Hose. Und den Menschen, die in ihrer kulturellen Desorientierung das Hemd aus der Hose hängen lassen: »Draped over khakis or jeans or expensive dress pants, the tails-out look appears to be the default for a generation still searching for a middle ground between the traditional coat-and-tie uniform for the workplace and the Internet-era alternative of outfits best suited for mowing the lawn.« Ich suche auch noch den Mittelweg, daher werde ich das heute gleich mal im Büro testen. Gerade an heißen Tagen ist das nämlich sehr viel angenehmer, wenn ein Lüftchen das locker fallende Hemdchen umspielt, als den ganzen Tag mit diesem knuddelnden und Falten werfenden Hemd unter dem Gürtel herum zu laufen. Wenn einer “Schlamper” sagt, antworte ich: »Ne Du, das ist mein neuer Wimpel der Rebellion!«

Und was vertrieb mir noch die Zeit am frühen Morgen?

Item Nº 1821

Das unaufgeräumte CD-Regal auf dem Mac-Desktop: Clutter

Da ja die Blogosphäre, die Welt und das Internet im Sommerloch stecken, füllen wir selbiges mit der Vorstellung eines weiteren sinnfreien “Tools”. Hey, wer wird da rummosern, soll ich vielleicht ein Sendepause-Testbild ins Blog stellen, oder wat? ;-)

Nun aber ernsthaft werden, zur Sache!

Die digitale Verwaltung des eigenen Musikbestandes produziert ein gewisses haptisches Defizit, denn der Griff ins CD-Regal, das Auswählen des Tonträgers nach dem visuellen Eindruck oder der Position im CD-Regal, funktionierte nach irgendwelchen verborgenen irrationalen Kriterien, die in der kühlen digitalen Playlist-Logik eines iTunes (o.ä.) nicht nachempfunden werden können. Dieses Defizit im entstofflichten digitalen Raum des zweidimensionalen Computerschirms ein wenig zu lindern, hat sich für Mac OS X Clutter zur Aufgabe gestellt. Clutter stellt die digital abgelegten CDs (oder wahlweise auch Playlists) als kleine Bildchen auf dem Desktop dar: Durch einen Klick auf das Bildchen startet iTunes, und die CD (resp. Playlist) dudelt los. Sehr kühl! Jedes Cover ist übrigens ein vollwertiges Fenster, mit Kontext-Menü, das das Anspringen jedes Tracks der CD erlaubt. Diese Fenster tauchen auch in Exposé auf, spätestens dann bemerkt man, dass der Name “Clutter” durchaus programmatisch gemeint ist: Per Amazon-API kann man sich das Cover herbei zaubern, was erstaunlicherweise erheblich besser funktioniert als die ähnliche Funktion des vor kurzem vorgestellten iTunes-Watcher.
Fazit: Sehr kühles Spielzeug, ich liebe solche kleinen verspielten Werkzeuge, besonders wenn sie noch so anstandslos funktionieren wie Clutter.

Gefunden in Brad Choates OS X software inventory, einer wahren Fundgrube.

Item Nº 1820

Tornados im Westen

“Tief im Westen …” wüten die Wirbelstürme: »Tornado wütete am Niederrhein« (tagesschau).

In Yahoo! zu lesen: »Tornado-Forscher: Keine Anzeichen für vermehrte Wirbelstürme.«

Also, ich habe 32 Jahre im Westen gelebt, und ich kann Euch versichern: Es gab dort keine Tornados.
Das Wetter wird immer exzentrischer, ich als Mensch mit einer morbiden Faszination für apokalyptische Szenarien, würde sagen: Der Reiter der Apokalypse hat sein Pferd schon gesattelt. ;-)

Item Nº 1819

Helferlein für Mac OS X: RCDefaultApp

Ein Ärgernis unter Mac OS X: Welche Anwendung der Finder benutzt, um Dateien und Dokumente zu öffnen, wird anscheinend von einer ausgeklügelten Hintergrundroutine abhängig von Wetter, Uhrzeit und dem Tageswert von Steve Jobs’ Aktiendepot kontinuierlich neu ausgewürfelt. So wurde mir für die php-Skripte manchmal meine abgelaufene BBEdit-Demo und manchmal SubEthaEdit angeboten, aber nie mein erwünschtes Programm, auch wenn ich zehnmal bei der mühsamen Reise durch ”Öffnen mit|Eigene…” das Häkchen “Immer öffnen mit” bei skEdit gesetzt habe.

RCDefaultApp macht Schluß damit, nach dem “Download” kopiert man es in seine PreferencePanes und kann fortan in der Systemsteuerung komfortabel auswählen, was mit welchen Dateitypen in welchen Situationen passieren soll. Das habe ich gesucht!

Gefunden bei Jonas, der noch ein paar für den einen oder die andere evtl. hilfreiche Tipps für OS X-Apps auf Lager hat.

Item Nº 1817

»wir wissen wo ihr wohnt«

aus7 wie aussieben – bloghaus: »ein wichtiger bestandteil der terror2004 kampagne ist der blog war.
wir haben unsere feldaufklärer mal losgeschickt, auszukundschaften, wo und vor allem wie der deutsche blogger wohnt (sicherlich die meisten, männlich, zu hause bei muttern – die weicheier). 5 ausgesuchte objekte haben wir hier veröffentlicht [...] wir wissen wo ihr wohnt – blogger-schweine!«
Via rohrpost-ML.

Item Nº 1815

iTunes Watcher

Es geht doch nichts über die Implementation sinnfreier Weblog-Spielzeuge! Eines davon ist Michael Simmons’ iTunes Watcher. Das ist eine kleine AppleScript-Anwendung, die man starten kann, wenn man gerade mit iTunes Musik hört, und der gerade gehörte Titel wird an den Server gesendet und in einer Datenbank abgelegt. Per Amazon-API versucht das Skript, das zum gerade laufenden Titel passende “Cover-Art” zu laden, was aber nicht immer klappt. Liegt möglicherweise an meinem Musikgeschmack.

So kann man nun links in der “Sidebar” (weiter unten) die letzten neun Titel anklicken, die ich gehört habe und über Cover-Art verfügen, und auf einer eigenen Seite die aktuell laufenden Stücke angucken. Eine technologisch relativ aufwändige Lösung für eine Information von zweifelhaftem Wert, aber Spaß hat’s gemacht. ;-)

Andere iTunes Watcher-Implementationen kann man z.B. bei Jon Hicks, Chez Porchez oder And she said bewundern.

Item Nº 1813

Bloggen über Bloggen

Oder, wie es der geheimnisvolle Schreiber ;-) auf Control-O zutreffend ausdrückt: »To blog or not to blog«: »Obwohl ich in den ca. 3 Jahren meiner Bloggerei so manches Mal nach dem Sinn des Ganzen gesucht habe und auch mehr als einmal damit aufhören wollte, komme ich nicht davon los. Es macht einfach Spaß. [...] Lieber einmal zu viel die Fresse aufreißen, auch wenn es ungehört verklingt, als einmal zu wenig und damit einen vielleicht entscheidenden Moment zu verpassen. Wenn jedoch ein Eintrag einen anderen Menschen zum Nachdenken anregen oder einen Hinweis geben kann, dann ist schon viel gewonnen.«

Genau, macht Spaß. Noch stets. Übrigens wurde auch auf der “Kaninchenzüchter-Konferenz” in Wien nicht über fehlende Blogs in Deutschland gejammert, es wurde lediglich einmal in einem Zahlenvergleich darauf hingewiesen, dass es in Deutschland eher wenige Blogs gibt. Unglaublich, was aus dieser Sache für ein Eindruck transportiert wurde, das stimmt mich noch nachdenklicher über den Zustand der Medien als ich es ohnehin schon war.
Auch das mit dem Spieltrieb ist ein starkes Argument, wer wie ich professionell Internet betreibt, braucht einfach eine Spielwiese wo keine Marketing-Spezialisten, Vertriebler, Geschäftsführer, PR-Spezialisten und sonstige Vertreter aus der Armada der professionellen Bedenkenträger hereinreden, was ja auch auf meiner Metaseite hinreichend als Motivation aufgeführt ist.

Wenn jetzt noch die etwas verhärmte Kommentarfunktion auf Control-O repariert ist, kann man seine Zustimmung sogar vor Ort ausdrücken. Übrigens wäre Control-L ein passenderer Name gewesen. ;-)

Item Nº 1812

Sheriff Kochs und Deputy Bouffiers Posse

In Western stellte sich der Sheriff, vor die Aufgabe gestellt, den oder die Bösen einzufangen, und nur mit einem oder zwei beschränkten “Deputys” ausgestattet, immer eine “Posse” von merkwürdigen Typen mit Schießeisen zusammen, um diese Aufgabe zu lösen. In Hessen hat Roland Kochs Regierung dieses Prinzip nun institutionalisiert: »Innenminister Bouffier: Erfolgsmodell `Freiwilliger Polizeidienst` kann jetzt landesweit einheitlich umgesetzt werden.«

In Wiesbaden laufen die Hilfssheriffs auch herum, ich habe ein ungutes Gefühl dabei. Ich frage mich, wie man wohl von der Persönlichkeit her gestrickt sein muß, um sich als freiwilliger unbezahlter Hilfspolizist zu verdingen, und komme dabei zu keiner für die Betroffenen schmeichelhaften Antwort.
Ich lebe also nun in einem Bundesland, wo ich auf Aufforderung irgendeinem dahergelaufenen Typen im Hobbypolizisten-Kostüm meinen Ausweis vorzeigen muß. Das ist lächerlich, und in Wirklichkeit ein Offenbarungseid des für eine angemessene Ausstattung der “Profi-Polizei” zuständigen Innenministers.
Aber der Bürger als solcher, der bekanntlich “nichts zu verbergen” hat, freut sich, denn Hessen ist so ein brandgefährliches Pflaster, und wird bei der nächsten Wahl Roland Koch, den Herrn der frei erfundenen jüdischen Parteispender und kreativ verbuchten Geldkoffer, wieder wählen.

Moe hat auch etwas dazu zu sagen.

Item Nº 1811

16. Juli 1945

»The whole spectacle was so tremendous and one might almost say fantastic that the immediate reaction of the watchers was one of awe rather than excitement. After some minutes of silence, a few people made remarks like, ‘Well, it worked,’ and then conversation and discussion became general. I am sure that all who witnessed this test went away with a profound feeling that they had seen one of the great events of history.«

Edwin M. McMillan, einer der Augenzeugen des Trinity Test, bei dem am 16. Juli 1945 auf dem Trinity-Testgelände der erste Atombombentest statt fand. Gene Dannen hat ehemals ‘geheime’ Augenzeugenberichte zusammengestellt: Trinity Test, July 16, 1945 – Eyewitness Accounts (via Metafilter).

Item Nº 1810

Die Blindheit für die eigene Umgebung

Richard Friedman schreibt zu seinem fantastischen Bild ‘Industrial Berkeley’: »Its hard to take pictures in your own back yard. Other places always seem so much more interesting. Sometimes you have to force yourself to look at things around you as if you were seeing them for the first time.« Dieser Gedanke kam mir letztens in Wien auch in den Sinn. Man läuft in der Fremde herum, mit einem wachsamen Auge, um keinen Eindruck und keinen Moment zu verpassen. Ganz im Gegensatz zur Alltagssituation in der heimischen Umgebung. Die Situation ist natürlich in der Fremde auch völlig anders, man hat in dem Augenblick keinen Alltagskram im Kopf, ist aus der täglichen Routine heraus und in eine Umgebung voller neuer Eindrücke geworfen.

Aufgabe: Einen Reiseführer für die eigene Heimat (als “Hardware-Lösung” oder aus dem Netz) besorgen, und an einem freien Tag versuchen, die eigene Heimat mit den Augen des Fremden zu sehen, Fotos machen, ins Weblog stellen!

Worum es eigentlich gehen sollte in diesem Eintrag: Richard Freeman: Photographs: 1967-2003. A Photo Show At Rooz Cafe, January 2004. (Via Adactio)

Item Nº 1808

Analog rippen

Einige wenige CDs lassen sich weder mit dem Mac noch auf dem Linux-PC digitalisieren, Kopierschutz sei Dank. Da muß man dann zu anderen Mitteln greifen, nämlich eine analoge Aufnahme über den Line-In – Port des Rechners. Das ist so schön “Retro”, wie weiland vor dem Tape-Deck sitzt man da, und wartet dass die Laufzeit der CD herum ist …

Brauchbar für diesen Zweck ist Audacity, gibt es für Windows, Mac OS 9/X und Linux. Audacity funktioniert ganz hervorragend, was mich daran stört, ist das manuelle Zerlegen nach Zeit und Auge in einzelne Stücke. Kennt jemand ein Progrämmchen für Mac OS X oder Linux, das selbstständig eine große Audio-Datei nach definierten Kriterien (wie “3 Sekunden Pause”) in einzelne Stücke zerlegt?

Ach ja, ob das legal oder illegal ist, interessiert mich nicht im geringsten, wenn ich eine CD physisch im Regal liegen habe, spiele ich die auf den iPod. Punkt. Dabei ist mir völlig egal, ob irgendein Krawatten-Spacko der Musik-Industrie oder die von jeglichem Realitätssinn unbefleckte Frau Zypries der Ansicht ist, das sei illegal.

Item Nº 1807

Quickies

Mir gefällt es gar nicht, wie die Quicklinks oder Blogmarks, die bei mir “Quickies” heißen, den Lesefluß zerhacken. Darum gibt es diese nun nur noch links in der Leiste in der Sektion “Quickies”, als RSS- oder Atom-Feed oder auf ihrer eigenen Seite. Irgendwie muß eine Anordnung wie “damals” bei der pMachine, also einen eigenen Pseudo-Weblog-Eintrag auf der Startseite, der die Quickies eines bestimmten Zeitraums auflistet, auch mit TXP möglich sein, wie werde ich schon noch heraus finden …

Item Nº 1806

Henri Cartier-Bresson

Oh, mich dünkt ich muß demnächst noch nach Berlin: meines Foto-Idols wegen. Henri Cartier-Bresson ist nicht nur ein großer Fotograf, sondern auch ein begnadeter Auslöser-Philosoph: »Letztendlich interessiert mich das Foto selbst überhaupt nicht. Das einzige, was ich will, ist, einen Sekundenbruchteil der Wirklichkeit festzuhalten.« Diese Philosophie kann man als “durchgesetzt in der Realität” sehen, wenn auch auf anderem Niveau, man muß sich nur anschauen, was vor Sehenswürdigkeiten aller Art stattfindet. Heerscharen der Nachfahren Cartier-Bressons versuchen, Stimmung, Raum und Zeit einzufangen, was aber nur selten gelingt. Das gelang nur ihm. Gut ist auch: »Der Fotograf muss (...) das Leben überrumpeln beim Sprung aus dem Bett.« Henri Cartier-Bresson – Retrospektive, Martin-Gropius-Bau Berlin, via dem heimlich doch wieder bloggenden Ralph.

Item Nº 1801

Classic Appliances

Classic Appliances: »A web site dedicated to fans of Antique and Vintage Automatic Washing Machines, Vintage Clothes Dryers and Early Automatic Dishwashers.« Ein virtuelles Museum von Waschmaschinen und Wäschetrockner seit dem Start ihrer industriellen Produktion, noch im Aufbau, aber trotzdem recht interessant. Der eine oder die andere ältere LeserIn (Gruß mit dem Krückstock in die Runde!) wird vielleicht manches Gerät so oder ähnlich noch in “freier Wildbahn” erlebt haben (via thingsmagazine.net). Noch älter: Miele-Rührflügelwaschmaschine mit elektrischem Antrieb. Wer hätte gedacht, dass es bereits seit 1913 elektrische Waschmaschinen gibt?

Item Nº 1800

Qualitätsjournalismus de Luxe

Der Brüller des Tages ist ein Elaborat von pressetext.at (‘Nachrichten für Meinungsbildner’) mit dem Titel ‘Täglich bis zu 17.000 neue Weblogs’, ich zitiere: »Weblogs haben sich in der Vergangenheit von reinen ‘Online-Tagebüchern’ zu einer neuen Kommunikationsform entwickelt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass ungefähr 45 Prozent der Weblogs in den vergangenen drei Monaten keine Post bekamen. Die Zahl der Personen, die nach wie vor jeden Tag Nachrichten posten, ist aber immer noch bedeutsam. Auch die Anzahl der Gespräche stieg weiter an, über 275.000 Einträge werden täglich gezählt. Im Durchschnitt werden insgesamt drei Blogs pro Tag aktualisiert.« Wie, das Weblog bekommt keine Post? Einfach mal in den Briefkasten gucken. Die Anzahl der Gespräche stieg weiter an, das ist erfreulich (“Weblog, oh Weblog, so rede doch mit mir”). Da ja “insgesamt drei Blogs pro Tag aktualisiert” werden, aber über “275.000 Einträge .. täglich gezählt” werden, sind diese drei richtig arme Schweine, denn sie müssen ein Pensum von 91.666,67 Einträgen am Tag schaffen, d.h. sie haben für jeden Eintrag gerade mal 0,94 Sekunden Zeit.

Es ist schon erstaunlich, was ohne mit der Wimper zu zucken an Texten unter das Volk geworfen wird, noch erstaunlicher ist es, dass dann z.B. Computerwelt solch’ einen offensichtlichen Unfug auch noch reinwirft. Was ist nur aus dem Berufsstand geworden, deren Vertreter einst “j’accuse” riefen oder die Watergate-Affäre ins Rollen brachten? Heute sitzen die Herrschaften an ihrem Rechner, nehmen einen Text in die Zwischenablage, fügen ihn wieder ein und klicken auf “Publish”. Hauptsache Content. Auch wenn es Unsinn ist. (Via Schockwellenreiter)

Item Nº 1799

Über Stalker

»Sie verfolgen, bedrohen und tyrannisieren ihre Mitmenschen: So genannte Stalker handeln meist aus enttäuschter Liebe. Erforscht wird das Phänomen der hartnäckigen Belästigung erst seit kurzem. So viel ist mittlerweile jedoch klar: Mit Liebe hat Stalking nichts mehr zu tun. Es geht um Macht über das Opfer.« Die taz über Stalker, ihre Motive, die Folgen für die Opfer und mit interessanten Zahlen: Die Jagd nach der verbrannten Liebe. Ein “Stalking” dauert im Schnitt 38 Monate. 95 Prozent der Stalker sind männlich, die meisten Opfer weiblich. 89 Prozent rufen ständig an. 75 Prozent drohen mit körperlicher Gewalt. 55% schlagen tatsächlich zu. 59 Prozent der Opfer bekommen klinisch manifeste seelische Störungen.

Mit dem Internet hat der Stalker als solches natürlich ein für seine Zwecke optimales Betätigungsfeld und Hilfsmittel gefunden. Leider gibt es in dem Artikel keine absoluten Zahlen, würde mich mal interessieren wie viele Fälle von Stalking es in Deutschland gibt.

Item Nº 1798

Preisbloggen

Preisbloggen geht in die Endrunde. In “Design” ist die Wahl klar, Herr Kniebes ist natürlich mein haushoher Favorit. Und da wird nix dichtgemacht! Wo soll das enden, wenn man noch ein weiteres meiner Lieblingsblogs betrachtet? Blogge ich eines Tages alleine mit Schulkindern, Verhärmten und Geschäftsmodell-Bloggern? ;-)

Beim “Fachblog” habe ich eine Münze geworfen, da ich mich zwischen IT&W und fscklog nicht entscheiden konnte, gewonnen hat letzteres.

Bei “Erzählen” wähle ich Lyssa, auch da ist die Wahl eindeutig.

Und ansonsten gilt die Warnung des Herrn Lumma: »Der Spass steht im Vordergrund.« Also nicht alles so furchtbar ernst nehmen.

Item Nº 1797

»Windows XP sicherer als Linux und Apple«

Behauptet, Chip zitierend, die RP-Online (via IT&W). Das erinnert an jene Meldung aus dem April, und näheres zu der Art der Sicherheitslücken erfährt man auch nicht. Und wenn Windows XP, wie Chip ermittelt haben soll, nach allen Updates keine Lücken mehr haben und sicherer als Linux und Mac OS X sein soll, dann wird es ja in Zukunft keine Probleme mehr geben…

Und Morgen kommt der Osterhase …

In dem Zusammenhang: Why Mac OS X is Better (via Apple Matters).

Item Nº 1796

Wien-Nachschlag - Impressionen vom Praterstern

Auf besonderen Wunsch von Mark dem Anonymen ;-) hier also noch einige Impressionen von der Gegend um den Praterstern in Wien, worauf ich bereits verbal eingegangen war.
Der Praterstern liegt in der Leopoldstadt (benannt nach Leopold I., der 1670 die Juden aus Wien vertrieb), dem 2.Bezirk, ist von der Innenstadt durch den Donaukanal getrennt und in erster Linie ein gewaltiger Verkehrsknoten. Der Stern ist die gelebte “Weg mit den Fußgängern” – Philosophie aus den Autowahn-Zeiten der 60er und frühen 70er-Jahre.
Der erste Eindruck täuscht aber, bewegt man sich von den Hauptverkehrsstraßen weg, entfaltet die Leopoldstadt durchaus ihren ganz eigenen Charme. Große alte, mitunter etwas heruntergekommene Häuser säumen die Straßen hin zum Stadtzentrum der Leopoldstadt. Auf der anderen Seite vom Stern geht es zum Prater-Gelände mit dem lokalen Touri-anziehungspunkt Nummer 1, dem Wurschtelprater. Nach ein paar Tagen vor Ort stellten sich die abends vom Wurschtelprater in den Bahnhof strömenden besoffenen deutschen Touri-Horden als erheblich unangenehmer heraus, als die zu jeder Tages- und Nachtzeit rund um den Stern herumlungernden “Tschuschen” (wienerisch für ausländische Mitbürger aus Südosteuropa) und “Sandler” (wienerisch für ‘Stadtstreicher’). In der dritten Richtung türmen sich die Bürohäuser auf, dort hausen IBM, SAP, ÖBB und Konsorten.

Es folgen noch einige Bilder, ein ‘Klick’ auf das kleine Bild öffnet eine vergrößerte Ansicht in einem seperate Fenster, das vierte Bild zeigt die Mühlfeldgasse, wo ich letzte Woche gewohnt habe.



Item Nº 1795

Ooooooh!

Mal ein bißchen angeben! Jonas Luster schreibt auf ‘a preponderance of evidence’: »Want to see some good weblog design, maybe a bit off the beaten path of one more website emulating stopdesign, simplebits, or sheep huddling in the rain? Check out Das Netzbuch. Yepp, it’s in German, but the pictures alone are worth the visit.« Thanks, Jonas, you see me blushed! ;-)

Item Nº 1790

Trainerfindungskomission

Johannes schreibt über die Bundestrainerkandidatensuche. Ich war ja sowieso für Volker Finke-, und bin erleichtert dass der Kelch mit Ottmar Hitzfeld und Otto Rehakles an uns vorüber gegangen ist. In der “Trainerfindungskomission” ist der Topf mit den Namen aber nach wie vor prall gefüllt (Kicker): »Damit gehen die Spekulationen um den neuen Nationaltrainer weiter. Nach den Absagen von Ottmar Hitzfeld, Otto Rehhagel, Christoph Daum, Felix Magath, Thomas Schaaf, Holger Osieck und Arsene Wenger befinden sich noch mindestes fünf Kandidaten im Rennen: Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sowie Kameruns Nationaltrainer Winfried Schäfer brachten sich selber ins Gespräch, zudem werden immer wieder die Namen von Freiburgs Trainer Volker Finke, dem dänischen Nationaltrainer Morten Olsen sowie des Niederländers Guus Hiddink vom PSV Eindhoven genannt.» Holger Osieck, die TFK hat doch einen Knall, den überhaupt in Erwägung gezogen zu haben. Und “Lodda” Matthäus lassen wir auch mal lieber da, wo er gerade ist.

Überhaupt ist Trainerfindungskomission ein sehr schönes Wort!

Item Nº 1789

512MB

Ein wohlbekannter Herr, »klein, cool und sexy « ;-), möchte sein Weblog vor den neugierigen Augen aus dem “real life” verstecken und bloggt daher nun unter neuer Adresse: 512mb.net.

Einfach mal vorbei schauen, Ihr werdet ihn erkennen.

Item Nº 1788

Achtung, Durchsage!

Durchsage des Weblogzugführers: »Wir bitten die Herrschaften auf den Trittbrettern, ein wenig zusammen zu rücken, es wollen noch weitere Fahrgäste aufsteigen!«

Don Alphonso über das so genannte ‘Münchner Bloggertreffen’ und die beteiligten Herrschaften: Weird/Funny (via Martin)

Item Nº 1787

Ade Wien!

Mit einem Schnappschuß vom abendlichen Wien verabschiede ich mich von Wien, es war wirklich schön hier, und ich werde bestimmt mal wieder hinfahren. Jetzt gerade sitze ich im Flughafen, in einem Cafe, einer verschwiegenen Ecke. Es ist beim öffentlichen Bloggen einfach essenziell, dass man so sitzt, dass einem niemand auf den Schirm starren kann, denn ich hasse das abgrundtief. ;-)

Im Flughafen Wien gibt es ein vorzügliches freies WLAN (PDF), das in fast allen Restaurationsbetrieben mit einwandfreier Signalstärke funktioniert. Die Wiener haben ein Herz für Blogger, scheint mir.

Am Praterstern-Bahnhof war noch ein Freak mit einer besonders perfiden Geldeintreibestrategie unterwegs, er wartete am Fahrkartenautomaten hinter mir, und als ich das Restgeld verstaute, fragte er, ob er etwas davon haben könne. Ob dieser Frage war ich zunächst einmal sprachlos, beschloß aber ob dieser Impertinenz, die Anfrage zu ignorieren.

Der nächste Eintrag kommt dann wieder aus den heimatlichen Gefilden.

Item Nº 1786

Einwandfreie Zweckbauten

In der Leopoldstadt in Wien, im 2.Bezirk, mitten im idyllischen Augarten, findet der neugierige Betrachter zwei monströse Betonklötze: Die Flaktürme. Die Bilder können die Monströsität dieser Klötze nur unzureichend einfangen, wenn man direkt davor steht, insbesondere vor dem auf dem unteren Bild, dann kommt man sich ziemlich klein vor. Umgeben von der Stille des Augartens, nur unterbrochen vom heiseren Krächzen der Vögel, welche die Türme umfliegen, und wenn genau in dem Augenblick, in dem man davor steht, die Sonne hinter den Wolken verschwindet, wirken sie besonders eindrucksvoll. Die beiden Monster wurden ab 1940 von den Nationalsozialisten als (Zitat) »in konstruktiver Hinsicht einwandfreie Zweckbauten« errichtet. Die Türme waren völlig autark, mit eigener Wasser- und Stromversorgung. Für das Wien von heute stellen sie ein Problem dar, da sie mit ihren 5 Meter dicken Wänden nicht abgerissen werden können, ohne den halben Stadtteil in Schutt und Asche zu legen. So stehen sie also da, als Monument einer finsteren Zeit …

Item Nº 1785

Museumsquartier

Mein Wiener Lieblingsort: Das Museumsquartier. Tagsüber Kultur (und nicht zuletzt, WLAN!), abends versammelt sich die Jugend (und die, die sich der Biologie zum Trotz dafür halten), um auf rosanen Klötzen rumzulungern und das eine oder andere Ottakringer zu leeren. Da habe ich natürlich fleißig mitgemacht, wen interessiert an einem lauen Sommerabend Kultur, wenn aus dem Faß das Ottakringer fließt und man sich entspannt von den Strapazen des BlogTalk-Touri-Daseins erholen kann. ;-)

Item Nº 1784

"Die gerade Linie ist gottlos"

Ein grotesker Platz in Wien ist das Hundertwasser-Haus. Das ist ein Wohnhaus, gestaltet von dem Maler Fritz Stowasser alias Friedensreich Hundertwasser. Mitten in einer ganz normalen Wohngegend kommt man an ein buntes Haus, wo sich Trauben von Menschen, mit der Kamera als Waffe, versammeln und ein Haus anstarren. Diese zu beobachten ist fast interessanter als das bunte, schiefe Haus, denn der große Meister Friedensreich war der Überzeugung, dass die gerade Linie “gottlos” sei. Sogar der Innenhof ist schief, ich bin fast umgeknickt, als ich mit meiner “Waffe” herumzielte, blöde Philosophie. Außerdem war der gute Friedensreich von einer naiven Naturverbundenheit beseelt, das Resultat sieht man auf dem Bild ganz oben, unmotiviert wachsen aus dem Dach irgendwelche Bäume, und der Innenhof wird bewusst verwildert, damit sich da seltene Pflanzen und Tiere ansiedeln … Wie erwähnt, dieser Touri-Punkt Hundertwasser-Haus ist ein ganz normales Wohnhaus, es ist schon außerordentlich grotesk wenn Hausbewohner, mit Einkaufstüten bewaffnet, sich den Weg zum Eingang bahnen müssen, zwischen den Leuten die ihr Wohnhaus angucken. Das Schild auf dem Bild oben lässt erahnen, welche Dramen sich an und in diesem Haus sonst noch so abspielen.

Vielleicht bin ich ein Banause, aber ich finde das Haus reichlich blöde, nicht mal “für umme” würde ich da einziehen.

Item Nº 1783

[BlogTalk] Fotogalerie online!

Eine Auswahl meiner zahllosen Fotos von der BlogTalk ist nun online.

Da ich keinen stabilen Zugang zur selbstgebauten Galerie auf meinem Server bekomme, liegen die Bilder nun auf meinem manchmal etwas zähen Reserve-Webspace. Viel Spaß beim Gucken. ;-)

Item Nº 1782

Wiener Notizen

Einige hier getätigten Aussagen muß ich relativieren. Vorletzte Nacht um halb Drei, und gestern Nacht erst um halb Vier ins Bett gekommen, und schon bemerkt man von dem Lärm auf der Straße rein gar nix mehr, sondern schläft trotz Radau draußen und irgendwelcher Renovierungsarbeiten vier Zimmer weiter wunderbar, und wird gegen halb Zwölf vom Zimmermädchen geweckt. So ein Lotterleben ist zu hart in meinem Alter. ;-)

In den Wiener U-Bahnhöfen sind überall Kameras, und sie entdecken alles. Beispielsweise müssen in Wien Hunde in der U-Bahn einen Maulkorb tragen, heute lief ein Hund ohne herum, umgehend tauchte ein dreiköpfiges uniformiertes Rollkommando von irgendwoher auf, umzingelte den Hund, und bestand unmißverständlich auf den Maulkorb. Solche Konsequenz traut man den sonst eher lockeren Wienern gar nicht zu. Von mir als Zeitgenossen mit einer leichten Tendenz zum Hundephobiker (unbewältigtes Kindheitstrauma ;-)) gab es dafür ungeteilte Zustimmung.

In Wien kann man nirgendwo friedlich sitzen, ohne dass jemand Geld möchte. Würde man jede Obdachlosenzeitung, grotesk überdimensionierten Schlüsselanhänger “für die Armen” und anderes Zeugs kaufen, käme man abends mit zwei großen Tüten voller Kram ins Hotel zurück. Und an jeder zweiten Ecke steht ein Straßenmusikant mit durchaus wechselhaftem Qualitätsniveau. Da kommt es dann auf die richtigen Marketing-Methoden an, die bezaubernde Cellistin im halbdurchsichtigen schwarzen Kleid hatte doch erheblich mehr Münzen im Kasten als die beiden Russen zwei Ecken weiter, von denen einer fürchterlich schräg ein unschuldiges Akkordeon quälte und sein immens voluminöser Kumpel mit Rauschebart dazu irgendwelche tragischen russischen Weisen “sang”.

Und noch etwas “BlogTalkiges”: Martin lief am Dienstag abend mit seinem schicken Tablet-PC herum und sammelte die Unterschriften aller Anwesenden. Nette Idee, und endlich mal eine sinnvolle Anwendung von “Geek-Technologie”. ;-)

Item Nº 1781

Staatstrauer in Wien

An einem der Touri-Aufmarschpunkte Nummer 1, der Hofburg, hängen alle Fahnen auf Halbmast (und nicht nur dort), da es bekanntlich mit Thomas Klestil von sieben Präsidenten der 2. Republik bereits den fünften während seiner Amtszeit “verrissen hat”, wie die Einheimischen so sagen.

Item Nº 1780

Herr Hüpf vom Finale

Irgendwo in den “normalen” Medien muß “der Verhärmte vom EM-Finale” (also der Durchgeknallte, der während des Spiels auf den Platz lief) namentlich erwähnt worden sein (hier in Wien bekomme ich nicht so arg viel mit vom Geschehen in den heimatlichen Medien), denn seit Montag stürmten über 10.000 Besucher von Google auf der Suche nach dem merkwürdigen Herrn Hüpf aus Spanien auf das Netzbuch ein.

So leicht geht das, ein harmloser Artikel und man wird geflutet, also überlegt Euch gut worüber Ihr schreibt, wenn Traffic ein Problem werden könnte …

Item Nº 1779

[BlogTalk] Ein erstes Fazit

Nun ist BlogTalk 2.0 also schon wieder Geschichte. Zu den “fachlichen Aspekten” schreibe ich demnächst noch etwas, ich bin ja kein “Turbotipper” wie der gute Philipp ;-), ich habe noch ein paar Notizen auf altmodischem Papier (Hardwarelösung rulez!), die noch ein wenig überarbeitet werden müssen.

Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. BlogTalk war von Thomas Burg und seinem Team perfekt organisiert. Die Vorträge schwankten zwischen interessant und “hm, bei diesem Thema fehlt irgendwie das was mein Prof damals das Erkenntnisinteresse genannt hat”, was aber natürlich an den Präferenzen des Zuhörenden liegt. Ich hätte mir ein eigenes Panel für Weblog-Technik gewünscht, denn in den meisten von uns stecken ja kleine Geeks und wir Weblogger dürsten nach neuen Ideen für Spielzeuge aller Art. ;-)

Interessanter als die Vorträge ist an einer solchen Veranstaltung der “soziale Aspekt”, es ist wirklich schön, allerlei Leute, die man von seinem Bildschirm kennt, einmal “in echt” kennen zu lernen. Gestern Abend war eine fröhliche Runde zugegen (nach dem großen “Blog-Marsch” quer durch Wien), und während das eine oder andere Brausegetränk vernichtet wurde haben wir Tränen gelacht. So viel für’s erste, aber ein solches Blogosphären-Event ist natürlich noch nicht zu Ende gebloggt, aber nun scheint mir die Sonne auf den Notebook-Schirm, muß nun diesen Eintrag absetzen und den Platz wechseln. ;-)

Item Nº 1778

[BlogTalk] Live Bloggen, Fotografieren, und überhaupt

Ein Schnappschuß von der BlogTalk. Martin ist intensivst mit der Verarbeitung der neuen Erkenntnisse beschäftigt. Für so einen Schnappschuß revanchiert man sich natürlich gerne. ;-)

Item Nº 1777

[BlogTalk] Obst

Und nun die Preisfrage: Was ist die bevorzugte Hardwareplattform unter Webloggern? Ich glaube, ich habe außerhalb von Apple-Stores und Mac-Messen nie so viele Power- und iBooks auf einem Haufen gesehen …

Item Nº 1776

[BlogTalk] Einige Links

Viele viele andere Weblogger bloggen selbstverständlich über die BlogTalk. Bspw. Philipp, der hier direkt neben mir sitzt ;-) und mit erstaunlicher Energie alles ins Weblog haut, während es vorne erzählt wird: sinus.

Weitere:

Einige bewunderswert fleißige Webloggerinnen und Weblogger schreiben via kollektives Subethaedit-Editieren Notizen von den Vorträgen direkt ins BlogTalk-Wiki von Joi Ito.

Item Nº 1775

[BlogTalk] Der nächste Award

Freut Euch da draußen an den Schirmen, der nächste aus der allseits beliebten Reihe der Blog-Awards befindet sich in den Startlöchern, wie Jochen Spangenberg von der Deutschen Welle gerade verkündete, unter dem hehren Motto des “Freedom Of Speech” gestellt, man kommt also aus dem “Voten” und Vorschlagen gar nicht mehr heraus. ;-)

Item Nº 1774

[BlogTalk] Tag 2 - Mena und Ben Trott

Einen schönen guten Morgen allerseits aus der Urania, zum zweiten Tag der BlogTalk. Gerade hörten wir die Keynote von Mena und Ben Trott, dem “MovableType-Ehepaar”. Die beiden schlugen den Bogen von (ihrer) Weblog-Vergangenheit zur Zukunft der Weblogs, die ihrer Ansicht nach darin liegt, dass Weblogs unsichtbar werden, weil der moderne Manager als solcher die Weblogs “unsichtbar” in seinem Outlook als RSS liest, und gar nicht merkt, dass das keine Email ist, die ihm seine “wichtigen” Infos auf den Rechner bringt. Meines Erachtens eine etwas arg bescheidene Vision, aber die beiden wollen bekanntlich mit Weblog-Zeugs Geld verdienen. Das erklärt die bescheidene Vision. Ben und Mena Trott kommen im übrigen wirklich sehr sympathisch “rüber”.

Das aktuelle Panel wird vom allseits bekannten Heiko Hebig moderiert, der das Auditorium mit dem Notebook auf dem Schoß ermahnte, nicht zu viel Bandbreite der WLAN-Verbindung zu verbraten, daher dauert es noch ein bißchen mit der “großen Bilderladung”. Stay tuned. ;-)

Item Nº 1773

[BlogTalk] Blogs, Flogs und Vogs

Auf der BlogTalk lernt man eine Menge neuer Begriffe rund um das Bloggen kennen. Das Bild oben zeigt übrigens den Ort des Geschehens, die Urania. “Flogs”, abkürzend für “Friend Blogs”, werden in die von Daniel Dögl vorgestellte neue Blog-Plattform für Kinder, Zoomblox, eingebaut. “Vogs” stehen für Video-Blogs, der Begriff wurde von Jon Hoem in seinem Vortrag über Möglichkeiten des Video-Bloggens verwendet. Interessant ist die von Jon vorgestellte Idee, von irgendjemandem gebloggte Videosequenzen mittels SMIL als Rohstoff für neue Videosequenzen zu verwenden, wobei automatisch Referenzen erzeugt werden sollen. Das Bild oben das versammelte Auditorium, beim aufmerksamen Zuhören bzw. Schauen in das eigene Notebook. Noch mehr Fotos folgen demnächst, im Moment ist das WLAN hier ab und an ein wenig instabil.

Item Nº 1772

[BlogTalk] Alles gerichtet!

Einen schönen guten Morgen aus der Urania, direkt an der Donau, wo in Kürze die BlogTalk 2.0 beginnt. Alles ist gerichtet, ich war so rechtzeitig vor Ort dass ich einen Platz mit Tisch und Strom erwischt habe, unverzichtbar für den wahren Blogger auf Tour.

Übrigens, alle Einträge die sich um die BlogTalk drehen, sind (überraschenderweise ;-)) mit einem ”[BlogTalk]” im Titel gekennzeichnet, wer also davon schon jetzt angenervt ist (“blödes Weblogger-Wichtig-Getue da”) darf diese Einträge getrost ignorieren.

Item Nº 1771

Euro-Finale

Wer hätte das gedacht! Griechenland Europameister, Otto R. und Charisteas die Helden. Glückwunsch, Griechenland! Wer aber, wie die Portugiesen, es nicht fertig bringt, gegen eine er bescheidene Truppe wie die Griechen das Tor zu treffen, braucht anschließend nicht mädchenhaft auf dem Platz herum zu heulen …

Übrigens, der Verhärmte, der auf den Platz lief und sich ins griechische Tor warf, war für Netzbuch-Leser ein alter Bekannter. Das war niemand anderes als Jimmy Jump, der bereits im Mai in die Startaufstellung des Großen Preis von Spanien gelaufen war. Herr Jump hat die Verhärmtheit zur Tugend erklärt. ;-)

Item Nº 1770

Blogtalk-Stille

Man merkt, dass die halbe Blogosphere nach Wien unterwegs ist, so wenige Nachrichten wie im Moment “loadet” der NetNewsWire sonst nie …

Item Nº 1769

Grüße aus Wien

Da hocke ich nun also im schönen Wien, auf der verzweifelten Suche nach Konnektivität im Cafe Latte gelandet, wo die Konnektivität gut, der große Braune schmackhaft und die Kellnerinnen sehr nett sind. ;-) Im Hotel bieten sie WLAN zum überaus günstigen Tarif von 15 Euro für 90 Minuten an. Eigentlich wollte ich ja nur mal ins Internet, und nicht den Access-Point kaufen …

Flug war gut, neben mir saß ein Mac-User, da Mac-User ja per se nette Menschen sind ;-) war der (sowieso schon kurze) Flug recht kurzweilig. Das Hotel ist im Rahmen dessen, was man in Wien erwarten kann, aber mit der Gegend habe ich mich ein wenig vergriffen, die Umgebung rund um den Praterstern ist wirklich abscheulich. Fotos folgen demnächst, aber ich bin mir bei den am Bahnhof herumlungernden Zeitgenossen noch nicht schlüssig, ob sie den notwendigen Respekt vor bestehenden Eigentumsverhältnissen aufbringen, wenn man mit der Kamera herum läuft. Wenn man morgens zur U-Bahn geht und es riecht bereits nach Döner, braucht man eigentlich umgehend einen Kamilletee, um den an der Grenze zur Rebellion befindlichen Magen zu beruhigen. Es sieht am Praterstern in etwa so aus wie am Worringer Platz in Düsseldorf oder am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden, also nicht sehr anheimelnd.

Ansonsten ist Wien natürlich eine großartige Stadt, man kann stundenlang rumlaufen, gucken und staunen. Es steht eigentlich nur da, um fotografiert zu werden, daher wird sicher noch die eine oder andere Speicherkarte in den nächsten Tagen gefüllt werden …

Item Nº 1768

Abflug nach Wien

Der Koffer ist gepackt, alles bereit für die Reise gen Wien. Morgen um 11:15 fliege ich von Frankfurt nach Wien, der nächste Blogeintrag kommt dann direkt von der schönen blauen Donau.

Apropos Fliegen: Flugzeug-Absturz.de, eine erlesene Sammlung von Informationen aller Art über Flugzeug-Abstürze. Sehr “schön” ist auch die Video-Sammlung, die man wg. einer Frame-Hölle mit JavaScript leider nicht direkt verlinken kann, man findet sie im Menü links oben unter “Absturzvideos”. Und die Macher dieser Site denken wirklich mit, praktischerweise findet man am rechten Rand direkt die passenden Amazon-Links zu Büchern gegen Flugangst. ;-)

Item Nº 1767

Summertime

Den Sommer, verehrte Zielgruppe, habe ich irgendwie anders in Erinnerung, als er sich mit diesem Blick aus meinem Dachfenster darstellt. Selbiger Regenguß hatte mich einige Momente früher, bevor dieser Schnappschuß entstand, mit etwas überoptimistischer Oberbekleidung ausgestattet, auf der Straße voll erwischt. Ein begossener Pudel sieht geradezu würdevoll aus, verglichen mit dem Anblick, den der Autor dieser Zeilen danach bot …

Item Nº 1766

T-Kundenfeindlich

Einmal vorausgesetzt, Du wärst ein Kunde von T-Mobile, und besuchst die dazugehörige Website: Was ist wahrscheinlicher, das Du auf der Suche nach Fakten bist, die Du evtl. “z.z., ziemlich zügig”, benötigst, oder dass Du Dir gerade einen Kino-Trailer anschauen möchtest?

Die Seiten aller T-Unternehmen sind eine mittlere Katastrophe und exorbitant kundenfeindlich. Man hat den ganzen Schirm voller Fenster bzw. Tabs, und eine simple Übersicht für eine einfache Aufgabe, wie z.B. “Roaming-Preise Deutschland-Österreich” gibt es nicht, man muß hier jeden Partner einzeln anklicken. Der günstigste T-Mobile-Partner in Österreich ist übrigens Tele.ring, Roaming kostet bei allen Anbietern 0,69 Euro pro Minute.

Die Seiten aller T-Unternehmen müssten mal dringend überarbeitet werden. Hallo T-Unternehmen, die Kontaktmöglichkeiten findet Ihr links in der Spalte!

Wem gerade der Sinn nach einem virtuellen Abenteuer steht, versucht einmal auf den Seiten von T-Online heraus zu finden, wie der Name des T-Online-Newsservers lautet. Viel Spaß. ;-)

Item Nº 1761

Bajuwarisches Plagiat

Es ist wahrscheinlich nur ein unglaublicher Zufall ;-), aber die famose Site gewinnspielquiz.de sieht bis auf den Farbton des Hintergrundes, die Schriftgröße und die Pixelbreite der Kästen genau so aus wie der Web Standards Award. Wenn man die beiden Sites in Tabs geöffnet hat und mit der Tastatur hin und her springt, wirkt es so, als würde nur per JavaScript das Bild getauscht.
Das ist schon ziemlich dreist, und animiert Andy Budd zu einem herzhaften »Pirates Ahoy!« nach Rosenheim.

Update 2.7.: Immerhin, sie haben das “gestohlene” Design entfernt, sie sind nach eigenen Angaben das Opfer eines Webdesigners, der eine Schande für die ganze Zunft ist. Solch schändlichem Tun stehen die Kunden natürlich mehr oder weniger wehrlos gegenüber.

Item Nº 1760

Češi Do-To-Ho

Halbzeit Wie sagt Herr Kerner so schön? “Was für traurige Geschichten schreibt der Fußball.” Als der große Pavel Nedved eben wie ein Häufchen Elend auf der Bank hockte, da musste selbst der hartgesottenste Bursche nach ein paar Taschentüchern Ausschau halten. ;-)
Aber ich denke, die Tschechen werden die Griechen gleich weghauen, es würde mich auch freuen, die Tschechen sind das beste Team, wäre ein Jammer wenn ein Haufen manndeckender Griechen sie schlagen würden. Darum rufe ich ein lautes “Češi Do-To-Ho” in die virtuelle Runde!

Schlußpfiff Es bringt allen Mannschaften Unglück, wenn ich ihnen die Daumen drücke. ;-) Unfassbar, oder? Die Griechen kämpfen bis zum Umfallen, und hauen dann einfach so ‘nen Eckball ins Tor. Glückwunsch, Griechenland!

Wer Erfolg hat, macht alles richtig. Alle Fußballtaktiker dieser Welt können einpacken, mit schnöder Manndeckung und Libero zieht man ins EM-Endspiel ein. Die Vierer-, Dreierketten und Rhomben sind überflüssig, Otto Rehagel zeigt, wie man es macht.

Item Nº 1759

Out-Of-Office-Plage

Leute, deren Email-Account in eine stark frequentierte Mailingliste eine “Out-Of-Office-Autoreply”-Nachricht sendet, gehört umgehend der Internetzugang abgenommen. Wenn ein Autoreply für wen auch immer sein muß, kann man ja wenigstens für die Dauer seines Urlaubs von der Mailingliste “unsubscriben”.

Ich war ja versucht, den vollen Namen und Firma hier reinzuschreiben, damit eine etwaige Google-Suche einen realistischen Eindruck von der informationstechnischen Kompetenz dieses Herrn ergibt …

Jetzt wäre es Zeit für ein großes Lamento, was nur aus dem schönen Internet geworden ist. Lassen wir aber heute mal. ;-)

Item Nº 1758

Mac OS X-Tiger - Dashboard

In der nach Steves WWDC-Keynote aufbrausenden Diskussion, ob Apples neues “Dashboard” eine Kopie des Konfabulators ist (eine Zusammenfassung hat, wie immer bei diesen Themen, Paso im fscklog), kommt die tiefschürfendste und meinungsfreudigste Analyse wieder einmal von John Gruber auf Daring Fireball: »Bullshit. Dashboard is not a rip-off of Konfabulator. Yes, they are doing very much the same thing. But what it is that they’re doing was not an original idea to Konfabulator. The scope of a ‘widget’ is very much the modern-day equivalent of a desk accessory.
What is original to Konfabulator? That its widgets are based on a scripting language? That’s not original. There are a slew of other scripting runtimes that allow you to create little-applets-in-windows. E.g. on the old Mac OS, there was OneClick.«
Mich persönlich nerven tausend kleine bunte Fenster mit zweifelhaftem Informationsgehalt auf dem Schirm übrigens schon immer, ich kann weder dem Konfabulator noch dem KDE-Gegenstück SuperKaramba etwas abgewinnen und stehe eher auf unscheinbare kleine Symbole in der Menüleiste mit essenziellen Infos wie Uhrzeit und Prozessorlast. Irgendwo (weiß nicht mehr wo, dummerweise, overblogged!) habe ich gelesen, dass die Menüsymbole in “Tiger” wg. der neuen Suchfunktion nicht mehr vorhanden sein werden, das fände ich nicht so toll.

Item Nº 1755

Bill Gates bloggt!

Endlich: Das Weblog von Bill Gates: »Finally, my PC is free of virii (it kept rebooting), so I can present you my thoughts and visions!« (Via MacGuardians)