das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Item Nº 2628

Zugeklappt!

Viereinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Als ich das Geblogge hier damals begonnen habe, war alles anders. Mit Weblogs, mit mir, meinem Duktus, mit allem. Nur die Themen sind erstaunlich ähnlich geblieben, schon damals war im Zweifelsfall das Internet alles schuld. ;-)

Mein Leben hat sich in den letzten zwei Jahren ziemlich geändert. Und ist noch dabei. Ich habe, wie man der relativen Ruhe hier im Blog unschwer entnehmen konnte, überlegt, was mit dem Weblog anzustellen ist. Dicht machen, weiter machen, überhaupt, wenn ja, wie.

Das Ergebnis, verehrte Zielgruppe: »Das Netzbuch« wird nach 1.654 Tagen und 2.444 Artikeln zugeklappt, Ihr lest den 2.444. und letzten Artikel. Was aber nicht bedeutet, das Schluss mit meinem Geblogge ist. Ich möchte auch weiterhin (oder wieder, je nach dem) über Themen des Webs und des »Geektums« schreiben. Womit aber Schluss ist, sind »Rants« über Alltags- und allgemeine Themen, die es vor allem in früheren Jahren hier reichlich zu lesen gab.

Die Weblog-Welt hat sich verändert. Damals , Anfang 2002, war man in einem überschaubaren Kreis unter sich. Heute wird jedes Wort aggregiert, gespeichert, kumuliert, öffentlich. Jeder Hirni mit zu viel Freizeit und einem Root-Server baut sich seinen eigenen Aggregator, seine eigene Blogsuchmaschine, und kümmert sich einen Dreck um ungeschriebene und geschriebene Regeln oder Datenschutz. Darum: Alles, was man schreibt, verbreitet sich unkontrollierbar. Man hat keine Kontrolle darüber, wo es auftaucht und verfügbar und assoziierbar ist. Dem muss man Rechnung tragen.
Und, wo wir gerade beim Meta-Schwadronieren sind: Solche aberwitzige Dinge wie meinen Stamm-Spammer gab es auch nicht. Da ist einer, der sendet tagaus, tagein, jede Stunde, vier mal, sinnlosen Kommentarspam über das Tor-Netzwerk. Und ich werfe es wieder raus. Genau so wie neunmalkluge Marketing-Genies, die grotesk schlecht getarnte Werbung für ihre miesen kleinen Klitschen in der Kommentarspalte abladen. Diese lösche ich auch kommentarlos. Ne ne ne. Von mir aus hätten Weblogs nicht das große Ding werden müssen, das dieses ganze Kroppzeuch anlockt…

Genug Meta. Als nächstes auf dem Programm: Neustart. In Kürze. In einem neuen Rahmen. Ihr braucht aber nix machen, neue Sachen kommen von selbst ins Haus, dank unserem guten alten Kumpel mod_rewrite. Denn »Cool URIs don’t change«, you know.

Und Danke für’s Lesen im Netzbuch, ohne Leser hätte es keinen Spaß gemacht! :-)

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