das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.
E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.
Ein Ärgernis für jeden passionierten oder professionellen Website-Kreator: Man kommt nicht umhin, seine Werke mit dem "Werkzeug des Teufels", dem MS Internet Explorer 6, zu testen. Das bedeutet für den Linuxer, dass er entweder Windows booten oder einen zweiten Rechner mit Windows anschaffen muß, und das nur um mal zu gucken wie die Windowser gucken. Extrem ärgerlich!
Vor zwei Jahren hatte ich mal mit Wine experimentiert, das aber frustriert wieder aufgegeben. Heute startete ich einen neuen Anlauf, und staunte nicht schlecht als sich schlußendlich dieses Bild auf meinem KDE-Desktop bot:

Es funktioniert tatsächlich, und das relativ unaufwändig!
Vorgegangen bin ich nach einer Installationsanleitung im Gentoo-Forum, einer weiteren Anleitung in "Frank`s Corner" und Mikes Wine Internet Explorer Installer.
Als erstes benötigt man Wine. Wine ist kein "Windows-Emulator", wie der Volksmund gerne mal behauptet, sondern stellt einen Layer für die Ausführung von Windows-Programmen unter Linux zur Verfügung. Die Installation von Wine ist distributionsabhängig, unter Gentoo installiert man es mit emerge wine cabextract, letzteres ist ein nützliches Utility das man gleich mit installieren sollte. Wichtig: Man benötigt die Wine-Version "20031212"!
Als nächstes muß das System wissen wie es Wine findet, folgende Befehle, in der Shell ausgeführt, bewerkstelligen dies:
export PATH=$PATH:/usr/lib/wine/bin
export LD_LIBRARY_PATH=$LD_LIBRARY_PATH:/usr/lib/wine/lib
Am besten fügt man diese Zeilen gleich seiner .bashrc hinzu!
Nun besorgt man sich Mikes Wine Internet Explorer Installer, bspw. mit wget:
wget http://bylands.dur.ac.uk/~mh/wine-ie/install-ie6.sh
Und führt ihn aus: ./install-ie6.sh
Es wird nun das Installationsprogramm von Microsoft für den Internet Explorer 6 "downgeloadet" und ausgeführt. Ab und an kommt es zu irgendwelchen Fehlermeldungen, einfach ignorieren! Bleibt Mikes Installationsskript in der Wine-Debugshell stehen, beendet man diese mit "quit". Das Skript bietet am Schluß noch an, ein Startskript sowie ein Symbol für den Internet Explorer anzulegen, dem stimmt man zu. Wenn alles gut gegangen ist, sollte das Bild oben auf dem Linux-Desktop erscheinen.
Als erstes sollte man die Startseite im Internet Explorers umstellen, denn bei mir stürzte der IE ab als er versuchte die von Microsoft voreingestellte MSN Deutschland - Startseite zu laden, "about:blank" ist da eine gute Wahl.
Das war es schon, zukünftig kann man mit iexplore den Internet Explorer starten, diesem Skript kann man auch einen URL als Parameter mitgeben, also in der Shell z.B. iexplore http://www.das-netzbuch.de tippen. Fortan kann man sich das Booten von Windows für Textzwecke sparen! :-)
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Mehr: Im Kategorienarchiv oder im Monatsarchiv.
— Jens Grochtdreis 15.03.04 #
— Ralf 15.03.04 #
— Ingo 16.03.04 #
— Jens Grochtdreis 16.03.04 #
— Ralf 16.03.04 #
— Jens Grochtdreis 16.03.04 #
— Ralf 18.03.04 #
— Kossatsch 5.04.04 #
Habe 20040914 installiert und das Install-Skript für den IE sucht nach einem Windows-Verzeichnis.
— Patrik 22.09.04 #
— Ralf 23.09.04 #
— aw 20.11.04 #
Auf jeden Fall habe ich zahlreiche Browser-Bugs im IE “gefunden”. Es ist mir somit nichts anderes übrig geblieben, als den IE6 mal unter Linux zu installieren, um nicht dauern den PC zu wechseln (Notebook ist noch Windows drauf).
Selbst mit Crossover ist der IE nicht sonderlich stabil gelaufen. Stundenlanges arbeiten kann man damit wohl nicht machen. Um mal schnell eine Webseite anzusehen reicht es aber aus.
— Bizteam 21.11.04 #
pearpc
— krams 10.12.04 #
— ArdieM 10.01.05 #
Ein aktuelleres, aber von mir noch nicht getestetes Skript, gibt es hier.
— Ralf 12.01.05 #
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Und da weder FreeBSD noch Darwin (was der eigentliche Unterbau von Mac OS X ist, nicht FreeBSD
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Schon klar, aber Darwin basiert bzw. ist ein optimiertes FreeBSD! Schon NextStep basierte darauf.
-> Wikipedia: Mac OS X
— Maurus 10.02.05 #