das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.
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Über die seltsame Rolle des ARD-Sportkoordinators und -Reporters bei der Tour de France, Hagen Boßdorf, berichtet die FR: »Eigentlich darf sich die ARD so etwas nicht bieten lassen«. Boßdorf ist nebenberuflich noch “freier Mitarbeiter” bei denen, über die er eigentlich objektiv berichten sollte, nämlich das Rad-Team von T-Mobile, bei deren Veranstaltungen er als Moderator auftritt. Und kam sich selbst ins Gehege, als er höchst seltsam von einer Alpen-Etappe berichtete (vgl dazu Georgs Blog-Eintrag). Zitat aus dem FR-Artikel: »Für die ARD geht es hier wohl auch um etwas ganz Grundsätzliches. Die öffentlich-rechtliche Anstalt wirbt bei den Zuschauern unter anderem immer wieder mit dem Pfund einer unabhängigen Berichterstattung. Dieses wichtige Unterscheidungsmerkmal müsse gegenüber den kommerziellen Anbietern verteidigt werden, sagt der Kommunikationswissenschaftler Thomas Schierl, ‘sonst wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk irgendwann Probleme bekommen’. [...] Der Fall Boßdorf ist freilich nur die Spitze des Eisberges. In der Szene werden die ARD-Radsportjournalisten seit Jahren schon als Hofberichterstatter bezeichnet. Die Berufsapologeten jubelten heuer sogar die Leistungen des T-Mobile-Sprinters Erik Zabel hoch, obwohl der seinen Zenit offensichtlich überschritten hat.« Nach meinem naiven Verständnis von Journalismus ist es ein Unding, dass ein Journalist nebenberuflich für die arbeitet, über die er dann in seinem Medium “objektiv” berichtet. Man darf gespannt sein, ob die ARD aus der “Boßdorf-Affäre” Konsequenzen zieht.
# | 27.07.04 | | Abgelegt unter Welt als solche
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H.W und B.O
— Hagen Weilgunni 20.09.04 #
— Ralf 20.09.04 #