das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.
E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.
Software dissen ist mein liebstes Hobby. ;-)
Gestern Mittag habe ich ein WordPress installiert (Kompliment, das geht wirklich einfach und schnell!), da ich ein verlässliches Testsystem zum Trackback versenden benötigte, 6 Stunden später habe ich den ersten Trackback-Spam bekommen. Da frage ich mich natürlich berechtigt: Wie kann das sein, bei einem nicht-öffentlichen Testsystem?
Antwort: Weil WordPress serienmäßig nach der Installation ungefragt weblogs.com und blo.gs anpingt, ich finde im (IMHO sowieso extrem unübersichtlichen) Backend auch nirgendwo eine Option zum abschalten. Das ist absolut unmöglich, WP saugt granatenmäßig!
Übrigens, ich hatte mein Passwort vergessen und kam nicht mehr ins WP-Backend rein, einen simplen MD5-Stringvergleich auszuhebeln war aber keine große Kunst. ;-) Textpattern ist schon mit einer deutlich ausgefeilteren Sicherheit versehen, passionierte Paranoiker sollten daher lieber kein WordPress benutzen. ;-)
# | 27.11.04 | | Abgelegt unter WeblogTalk
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Vielleicht hattest du dein Passwort auch gar nicht vergessen. Ich brauche manchmal bis zu drei Male, bis ich mich einloggen kann, und es liegt nicht an den kleinen dicken Fingerchen :-)
Schönes Wochenende!
— Melody 27.11.04 #
Login-Probleme hatte ich bisher genau Null. Geht immer, bei beiden Logs, die ich betreibe.
Kommentarspam der beschriebenen Art geschieht über direktes botgeneriertes “Anfunken” der Datei, die den Kommentar aufnimmt. Passiert bei WP offensichtlich gerne und oft, weil es inzwischen weit verbreitet ist und dementsprechend “gut” fürs Pushen des Google-Ranks von Spammer-Sites geeignet ist (und genau darum geht es bei Kommentarspam). Man kann das aber via Kommentar-Moderation und bei Bedarf mit einigen guten Plugins ganz ordentlich im Griff behalten, so dass die Spam-Kommentare gar nicht erst an der Blog-Oberfläche auftauchen.
Da hat TXP m.W. auch nichts grundlegend anderes im Köcher, was das per se verhindern könnte.
So, genug Ehrenrettung für WP betrieben ;-)
— Boris 27.11.04 #
Ich hab mich die letzten paar Tage auch mit TXP und WP beschäftigt. Letztendlich hab ich mich dann aber für WP entschieden, da auch mir das Admin Backend besser gefallen hat. Zum anderen hab ich es nicht geschafft, TXP weder auf nem XAMPP noch auf normalem Webspace zu installieren. Zum Glück konnte ich es einmal bei einem Freund testen und sehen wie es denn nun aussieht.
Ich bin außerdem enttäuscht, dass bei TXP nichteinmal eine Installationsanweisung dabei war. Wie soll den ein Laie es schaffen TXP zu installieren, wenn er nicht mal weiß wie er anfangen soll?
Trotzdem denke ich, dass beide System ihre Vor- und Nachteile haben.
— Michael 27.11.04 #
die bedienung ist ja ok, aber der unterbau ist so intransparent wie er nur sein kann…
— Maurus 27.11.04 #
Trackbackspam?
Ralf berichtet im Netzbuch über seine Erfahrungen mit einer WordPress-Testinstallation, einem unübersichtlichen Backend und Trackback-Spam. Letzteres allerdings höre ich heute zum ersten Mal, auch wenn klar war, dass das irgendwann kommen würde,...
— Late Night Blog 27.11.04 #
— Michael 27.11.04 #
— Boris 28.11.04 #
also ich kann mich auch nur den pro-WP-contra-TXP-Meinungen anschließen. TXP hat im admin-Beeich eine viel zu hohe Lernkurve. Die WP-Admin finde ich sehr übersichtlich und ich hatte ebenfalls noch nie Validitätsprobleme mit dem Standard-Editor. Man muss sich ja eigentlich nur merken, dass er automatisch p-tags einfügt, wenn man nichts auszeichnet, der Rest ist frei editierbar. Auch bei Umbauten hatte ich keine Größeren Probleme. Klar, unübersichtlich ist manches schon, aber welches System, das man umbauen will, hat diesen Missstand nicht?
Kommentarspam ist allerdings wirklich ein Problem. Vor allem, wenn der robot offensichtlich sogar in die Datenbank eindringt. Hier gibt’s einen Trick: wp-comments-post.php umbenennen und zusätzlich als 0 kb-Datei hochladen sowie neuen Dateinamen in wp-comments.php aktualisieren. Soll nicht zwingend funktionieren, bei uns hält es allerdings bisher.
— blanzelot 28.11.04 #
Ansonsten kann ich nicht viel zu WP sagen, es gibt Programme, die sind einem sofort sympathisch und solche, da wirft man einen Blick auf die Oberfläche und sagt “Nein, Danke”. WP gehört für mich zur zweiten Kategorie, daher habe ich mich nie groß damit beschäftigt.
— Ralf 28.11.04 #