das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.
E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.
Bloglegende Jason Kottke hat einen mutigen Schritt gewagt, wer es noch nicht an tausend und einer Stelle gelesen hat: Er hat seinen Job aufgegeben und will vom Bloggen leben, indem er sein Publikum für ihn spenden lässt. Also als Wortkünstler in der digitalen Fußgängerzone mit einem virtuellen Hut auf dem Boden, in dem dann die Paypal-Münzen und -Scheinchen klacken sollen.
Im Grunde hat Jason Kottke Recht! Man sieht es ja bei mir: Man muß mindestens acht Stunden ins Büro (der Mensch lebt nicht nur von Luft und Liebe ;-)), das Privatleben wird zeitweise ein wenig intensiver (der Mensch lebt nicht nur von Brot und Blog ;-)), und schon wird es ruhig im Weblog. Dabei liegen in meiner GTD-Liste @weblog allerlei Blogging-Actions herum, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Einen Podcast wollte ich machen, Skripte und Trackback für TXP weiter entwickeln, mittelfristig auf mein eigenes ultimatives Weblog-Wiki-CMS-Universal-KM-SocialSoftware-System umsteigen, was sich in Entwicklung befindet, und allerlei interessante Themen bloggen. Aber wie, mit acht Stunden abhängiger Arbeit, wenn man es vernünftig und solide machen will?
Also, Kottke weist den Weg in den Deal: Ich reduziere meine abhängige Beschäftigung auf Teilzeit, und der Verlust muß annähernd über das Weblog aufgefangen werden. Von Euch also, verehrte Zielgruppe! :-) Entweder Ihr kauft in der Zukunft mein ultimatives Weblog-Wiki-System, oder, weil Software als OpenSource einfach kühler ist, ich muß wie Kottke einen virtuellen Hut auftstellen. Als Gegenleistung blogge ich Euch die Welt, dass Ihr sie viel besser verstehen werdet, enttarne die Schandtaten des Journalismus, blogge tolle Skripte, und all’ solche Sachen, in gewohnter Netzbuch-Qualität. Ist das vielleicht nix? ;-)
Ernsthaft: Meinungen zu den Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens in Deutschland? Oder in der Welt, wird Kottke es auch schaffen, Geld einzunehmen, wenn die Sensation vorbei ist?
# | 23.02.05 | | Abgelegt unter WeblogTalk Zeugs
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Mehr: Im Kategorienarchiv oder im Monatsarchiv.
— Nico 23.02.05 #
— Pepino 23.02.05 #
— ralph 23.02.05 #
— Stephan Lamprecht 23.02.05 #
— Nicolai 23.02.05 #
Schreibst du meinungen, die ähnlich denen der zielgruppe sin, schreit alles “toll, recht hadder!!! Das mußt ma gesagt werden.” un spendet VIELLEICHT n paar euro.
Schreibst du was, was der zielgruppe nich in den kram paßt denken sich vielleicht viele “was zieht der depp über uns/unsere meinung/unsere lieblingsmusik/... her, der kriegt keinen pfennig mehr.”
Tja, ob das dann noch spaß macht, wenn de jedes wort 5 mal umdrehn mußt bevor des blogst? ;-)
Wieviel müßte denn jeder regelmäßige besucher (die die nur mal zufällig vorbeikommen zahlen eh nix) im monat zahlen, damit es dir ausreicht?
— Mark 23.02.05 #
Manche rufen auch an und können nicht verstehen, dass ich mich nicht kümmern mag. Das ist eine Saugermentalität hier, die wohl einmalig ist auf der Welt.
— ralph 23.02.05 #
Hat nicht vor kurzem auch Dave Pollard die Zahlen der Hits für A-List, B-List und C-List Blogger veröffentlicht.
Er listet dort bei einem A-List Blogger 150.000 Hits auf.
Pro Tag !
Ich glaub kaum, dass wir hier in D schon so weit sind, dass unsere A-List Blogger auf die 150.000 Hits kommen?
Eventuell pro Monat?
Oder schaut euch die Abonnementszahlen bei Bloglines an. Kottke hat immerhin 628 Abonnenten bei Bloglines.
Und hier? Anybody?
— Siegfried 23.02.05 #
Es kommt eben drauf an, ob man mit dem Teilzeitjob genug Geld zusammenbekommt. Dann könnte ich es mir so einen Schritt gut vorstellen, wenn man denn etwas interessantes zu berichten hat…
— Carsten Ringe 23.02.05 #
— frank 23.02.05 #
— Mark 23.02.05 #
Dem stimme ich zu. Ob es nun einmalig auf der Welt ist, weiß ich nicht, aber ziemlich eigennützig auf alle Fälle. Unglaublich sind oft die Anspruchshaltungen. Hat man mal etwas kostenlos veröffentlicht, dann scheint man gleich in der Pflicht zu sein, weiteren Support zu liefen. Und wehe dem der kommt nicht korrekt und in Time…
Meinem Frust habe ich in diesem Artikel Ausdruck verliehen. Der hat aber dann ziemlich positive Reaktionen hervorgerufen. Manchmal kann man doch noch hoffen :) doch vom bloggen leben ist sicher hoffnungslos – zumindest hier in D.
— Alex 24.02.05 #
Der Blogger als Freiberufler
A microsummary in English: Aside from options to make money with stuff like blogads I suggest that "full time bloggers" should not rely so much on donations but on their talents as writers (also for 'old media'), speakers, moderators and blog-consultant...
— typo.twoday.net 24.02.05 #
-gell
— gell 25.02.05 #
— Mario 25.02.05 #
— jo 3.03.05 #