das Netzbuch

das Netzbuch war von Mai 2002 bis November 2006 das Weblog von Ralf G.
Seit Dezember 2006 bloggt er auf uninformation.org.

E-Mail: ralle (at) das-netzbuch.de. Jabber: leralle@jabber.ccc.de.

Item Nº 2403

Wordpress, die Weblog-Prostituierte

Nachdem sich der erste Versuch als nicht so gute Idee erwies, befindet sich Wordpress-Oberguru Matt Mullenweg auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Wie bon anza-Rundschau berichtet, kann man per Adbrite nun preiswert Werbung auf wordpress.org buchen: 20.000 Dollar für einen Textlink an einem Tag, 7 Tage Textlink für 100.000 Dollar, und 30 Tage für 250.000 Dollar. Na, das sind doch mal Summen, nicht solche Google-Ad-Peanuts, wie man sie bisher kannte. Ab 16.10. kann man buchen, man darf gespannt sein, ob das bis dato werbefreie wordpress.org dann durch Werbung geadelt wird. Mullenweg verscherbelt den PageRank, den er mehr oder weniger von der Community geschenkt bekam. Natürlich, zum Wohle des Projektes. Und hach ja, Werbung ist ja nix Übles, nein, nein, get real, Ralf. Wie schreiben die Glattgekämmten immer: »Weblogs sind nun erwachsen geworden.« Wo ist die Tüte aus dem Flugzeug?

Ich mochte es nie, das Wordpress, und werde es nie mögen.

Link: Bon Anza-Rundschau: »Wordpress.org als Linkhure?«

  1. Ich hab’ den Wordpress Hype nie verstanden.

    Ich mag mein—bezahltes—Movable Type. Die sind zumindest straight. Genau wie Dean Allen, der offen mit Textdrive sein Geld verdient.

    (Und jetzt weiß ich nicht mehr wirklich wo ich mit diesem Kommentar hinwollte. Vielleicht sollt’ ich mich doch um die Ehrenbürgerschaft von Alzheim bewerben….)
    TH    15.10.05    #
  2. Nee, das passt schon, TH. Geld verdienen ist okay – aber bitte transparent und ehrlich.
    Gerrit    15.10.05    #
  3. Tja. WordPress ist schon strange. Das Projekt selber wird massiv von der Community getrieben, aber irgendwie sitzt oben drüber ein Depp der immer wieder umgangstechnisch ins Klo greift. Der hat so viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit dem Thema wie ein Nashorn …
    hugo    15.10.05    #
  4. Man muss wordpress zu gute halten das es zu den brauchbarsten Open Source System zählt. Mullenweg hat daran entscheidenden Anteil und ohne ihn wäre wordpress nicht das was ist. Das ist mal Fakt. Auch Werbung fände ich nicht anstössig, denn auch solche Projekte bedürfen zumindest der Refinanzierung der anfallenden Kosten. Ich denke es gäbe viele mögliche und willige Sponsoren die blogaffin sind, aber mit denen ist nicht das große Geld zu machen. Ab hier muss man Mullenweg seinen eindeutigen Drang zur Gier vorwerfen, ihm ist es im Grunde egal wer bucht ob Texas Holdem oder Viagraseite, Hauptsache die völlig überzogenen Preise werden gezahlt. Das ist schlecht und kommt bei der Community nicht gut an.
    Bon Anza    15.10.05    #
  5. Mit dem Tag “linkwhore” hast du einen neuen Technorati-Tag geschaffen, wenn ich es recht sehe hihi
    Fred    15.10.05    #
  6. Wordpress ist mir egal, aber wie Matt Mullenweg das Problem (Suchmaschinenspam) ein weiteres Mal füttert, dass dann die WP-Entwickler wieder bekämpfen müssen, ist mir unverständlich.

    Und ich bin wirklich gespannt, ob zu den Preisen jemand bucht …

    Fred, das habe ich exklusiv! ;-)
    Ralf    16.10.05    #

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